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Neue Verkehrsregelung auf der Traunreuter Pestalozzistraße soll noch im Arbeitskreis »Verkehr« diskutiert werden

Stadtrat genehmigt Konzept für Sanierung der Mittelschule

Traunreut – Der Traunreuter Stadtrat hat das Konzept für die Sanierung der Außenanlagen der Werner-von-Siemens-Mittelschule mehrheitlich abgesegnet und damit die Beschlussempfehlung des Bauausschusses mitgetragen. In einem ersten Bauabschnitt sollen zunächst die schadhaften Kanäle und Leitungen erneuert beziehungsweise verlegt werden. Parallel dazu wird der südwestliche Bereich entlang des Geh- und Radwegs, der in die Pestalozzistraße mündet, aufgewertet.

Im Zuge der Sanierung der Außenanlagen der Werner-von-Siemens-Mittelschule soll laut Planentwurf auf der Pestalozzistraße ein »Kreisel« gebaut werden. Der Planvorschlag soll aber noch im Arbeitskreis »Verkehr« diskutiert werden. (Foto: Rasch)

Der Entwurf der neuen Straßenregelung in der Pestalozzistraße sieht einen kleinen gepflasterten »Kreisel« vor, um den der Verkehr herumgeführt werden soll. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren oder abholen, können dort kurz anhalten, die Kinder aus- und einsteigen lassen und ohne zu wenden wieder weiterfahren.

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Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) befürchtet jedoch, dass durch den Rundfluss ein Stau entstehen könnte und die Baumaßnahme viel zu teuer käme. »Wenn die Straße ausgebaut wird, verführt das dazu, dass noch mehr Autos in den ohnehin beengten Straßenraum reinfahren«, betonte Gorzel. Herbert Kusstatscher (SPD) fand hingegen, nach Möglichkeit einen »Kreisel« ins Auge fassen. Das jetzige Rangieren sei seiner Ansicht nach gefährlicher.

Die Zufahrt zur Mittelschule generell für den Verkehr zu sperren, wie Gabi Liebetruth (Bürgerliste) anregte, wäre deshalb nicht möglich, weil sich in diesem Bereich auch die Parkplätze der Anlieger befänden. Über die neue Verkehrsregelung soll auf Anregung von Bernhard Seitlinger (CSU) aber noch im Arbeitskreis »Verkehr« diskutiert werden. Die Planung sollte deshalb aber nicht verzögert werden, um in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen zu können.

Für die Sanierung des südwestlichen Teils, einschließlich der neuen Straßenführung, wurden 98 000 Euro angesetzt. Gorzel befürchtet jedoch, dass durch die Straßenbaumaßnahme dieser Betrag nicht ausreichen wird.

Rund 300 000 Euro wurden für die Entwässerungsmaßnahmen angesetzt. Nach dem sich die Kanäle und Entwässerungsleitungen in einem äußerst desolaten Zustand befinden, müssen diese zum Großteil erneuert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass sich einige Leitungen unter den Zwischenbau von der Werner-von-Siemens-Schule zur alten Sonnenschule befinden und neu verlegt werden müssen.

Die Neuordnung sieht auch vor, das Regenwasser so weit wie möglich zu versickern und den Überlauf in den städtischen Kanal einzuleiten. Die Schmutzwasserkanäle sollen erneuert werden und neu in die vorhandene Kanalisation eingeleitet werden. Die Mittel für den ersten Bauabschnitt in Höhe von 400 000 Euro wurden im laufenden Haushalt bereits eingestellt.

»Wir sollten das Geld jetzt in die Hand nehmen und in erster Linie die Entwässerung regeln«, schlug Bürgermeister Klaus Ritter (FW) vor. Aus seiner Sicht stünde auch nichts dagegen, im Arbeitskreis »Verkehr« über andere Lösungsvorschläge bezüglich des geplanten »Kreisels« zu diskutieren. Die Gesamtplanung für den ersten Bauabschnitt sollte dadurch aber nicht verzögert werden. ga