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Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (v.l.): Andrea Heiß und Dr. Roland Baier (Nationalpark Berchtesgaden), Dr. Peter Loreth (Biosphärenregion BGL), Dr. Martin Brunnhuber (Staatliches Berufliches Schulzentrum), Landrat Bernhard Kern, Katharina Rupp (Nationalpark Berchtesgaden), Thomas Öllinger (Staatliches Berufliches Schulzentrum). Foto: Landratsamt BGL

Staatliches Berufliches Schulzentrum Freilassing will »Nationalpark- und Biosphärenschule« werden

Berchtesgadener Land – Für die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Nationalpark- und Bio-sphärenschule in der Pilotphase empfing Landrat Bernhard Kern Vertreterinnen und Vertreter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Berchtesgadener Land sowie der Verwaltungsstellen von Biosphärenregion und Nationalpark im Landratsamt.


Das Staatliche Berufliche Schulzentrum ist eine von acht Pilotschulen, die sich als Unterstützer von Biosphärenregion und Nationalpark präsentieren und sich verstärkter mit Natur- und Wildnisbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie mit Nachhaltigkeitsmaßnahmen an den jeweiligen Schulen auseinandersetzen möchten. Allen Beteiligten sind die großen Herausforderungen bewusst, vor denen der Landkreis steht, wie zum Beispiel dem Fachkräftemangel im Handwerk und in anderen Bereichen. Die Region zu stärken, noch nachhaltiger zu gestalten und die einzigartige Natur zu erhalten, sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben.

Somit soll auch das Partnerschulprojekt einen Teil dazu beitragen. »Die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit können wir nur gemeinsam meistern. Darum sind Projekte wie die aktuelle Kooperation der Biosphärenregion und des Nationalparks mit unseren Schulen enorm wichtig. Nur so können wir unseren Landkreis nicht für, sondern vor allem mit der jungen Generation in unserer Region nachhaltig stärken«, bekräftigt Landrat Kern seine Unterstützung für das Partnerschulprojekt. Durch die Partnerschaft zwischen den beiden Schutzgebieten und dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum können Synergien genutzt und verstärkt wichtige Inhalte vermittelt werden.

»Wir erwarten uns von dieser Vereinbarung, dass Inhalte im Unterricht ankommen und im Schulalltag auch gelebt werden. Nur so wird das Thema Nachhaltigkeit dauerhaft verankert und der Blick auf unsere einzigartige Region geschärft«, erläutert Dr. Brunnhuber die Motivation seiner Schule, sich in dem Projekt einzubringen. Thomas Öllinger, Lehrkraft am Schulzentrum, vergleicht das Partnerschulprojekt mit einem kleinen Pflänzchen, aus dem ein großer Baum werden kann, um alle drei Facetten von Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) in der Bildung zu verankern.

Dr. Peter Loreth, Leiter der Biosphärenregion, sieht ebenso eine große Chance in der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Berufsschule Berchtesgadener Land. Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zunächst in der Schule und dadurch dann auch in Unternehmen zu verankern, unterstützt die nachhaltige Entwicklung des Berchtesgadener Landes.

Dem Leiter des Nationalparks, Dr. Roland Baier, ist es ein großes Anliegen, dass Kinder und Jugendliche die ungestörte Wildnis in der Kernzone des Nationalparks erleben und so deren Bedeutung für Natur und Gesellschaft wertschätzen können. Die Bildungsteams der beiden Verwaltungsstellen werden das Schulzentrum in der Pilotphase ganz praktisch begleiten. Dazu gehört zum Beispiel die Unterstützung bei der Aufbereitung von Nachhaltigkeits- oder Wildnisthemen für den Unterricht oder die Durchführung von Unterrichtseinheiten mit Bezug zu dem Nationalpark und der Biosphärenregion.

fb/red