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St. Felicitas Altenheim in Berchtesgaden soll neu gebaut werden

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Berchtesgaden: St. Felicitas Altenheim soll neu gebaut werden
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Die Gebäude des ehemaligen Schwesternwohnheims neben der Kreisklinik Berchtesgaden stehen seit vielen Jahren leer. Auf dem Grundstück könnte nun ein Alten- und Pflegeheim als Ersatz für die »Felicitas« entstehen. (Foto: Ulli Kastner)

Berchtesgaden – Der Diözesan-Caritasverband möchte auf dem Grundstück des Klinikverbunds Südostbayern das Neubauprojekt »Caritas-Altenheim St. Felicitas« realisieren. Dazu wurde am Dienstag in der Sitzung des Marktgemeinderats ein Grundsatzbeschluss gefasst, wonach die Gemeinde, die Caritas und die Klinik in die Verkaufsverhandlungen starten wollen, um in Berchtesgaden ein neues Caritas-Altenheim als Ersatz für St. Felicitas zu bauen.


Während die Kommune die Bauleitplanung auf den Weg bringt, erstellt die Caritas eine Machbarkeitsstudie. Ergebnisse könnten im Herbst 2020 vorliegen. Die Planung soll Anfang 2021 beginnen. Darauf folgen Genehmigungsverfahren, Werk- und Ausführungsplanung und die Ausschreibung. Sollte der Baubeginn 2022 starten, könnte das Haus 2024 fertig gestellt sein. 

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»Das Caritas-Altenheim St. Felicitas in Bischofswiesen mit 44 Bewohnerinnen und Bewohnern ist in die Jahre gekommen und mittelfristig leider nicht mehr zukunftsfähig«, erklärt Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier. Das Haus, das 1978 in Betrieb genommen worden war, entspreche nicht mehr den vorgegebenen Standards und könne aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht entsprechend aufgerüstet werden.

»Die Heimaufsicht hat die Genehmigung für das Altenheim zunächst nur bis 2024 verlängert«, so Stark-Angermeier. »Nachdem wir im Berchtesgadener Land auch weiterhin ein vielfältiges Altenhilfe-Angebot von der stationäre Altenhilfe über das Betreute Wohnen bis hin zu ambulanter und Tagespflege anbieten möchten, haben wir uns für einen Neubau entschieden, in den natürlich alle Bewohner und alle Mitarbeiter von St. Felicitas umziehen können«, berichtet Doris Schneider, Geschäftsführerin der Caritas-Altenheime und freut sich sowohl über die Unterstützung der Gemeinde Berchtesgaden als auch auf die Kooperation mit der Klinik vor Ort. »Wir werden heute alle über das Vorhaben informieren«, kündigt Schneider an.

Geplant seien im neuen Haus rund 90 Plätze mit vollstationärer Pflege verteilt auf sechs Wohngruppen mit je 15 Bewohnern, rund 15 Wohnungen für Personal, ein ambulanter Pflegedienst für das Betreute Wohnen und das Gemeindegebiet sowie eine Tagespflege.

Berchtesgadens Dekan, Monsignore Thomas Frauenlob freut sich: »Ich danke den Verantwortlichen des Caritasverbands, dass sie ihr 2015 gegebenes Wort halten, die traditionsreiche und renommierte Einrichtung St. Felicitas nicht aufzugeben, sondern das bestehende Angebot sogar weiterzuentwickeln und an einem neuen Standort auszubauen. Damit wird der wichtige soziale Beitrag der Caritas vor Ort weiter gestärkt, gemäß dem Motto der Caritas: Nah. Am Nächsten.«

In einem Brief an die Mitarbeitenden schreibt der Klinik-Vorstand, dass durch die enge Verzahnung mit den ambulanten Versorgungsstrukturen der Caritas, insbesondere in der Weiterversorgung geriatrischer Patienten, der Standort weiter an Attraktivität gewinne. Auch könnten zusätzlich dringend notwendige Kurzzeitpflegeplätze angeboten werden.

Bürgermeister Franz Rasp erklärt: »Mit dem Neubau können wir unseren Beitrag zur Stärkung des Klinikstandortes Berchtesgaden leisten. Zudem helfen die angedachten Kooperationen auch unserem Bürgerheim und der Bruderhausstiftung Berchtesgaden. So können wir gemeinsam die Pflege und Unterstützung unserer Seniorinnen und Senioren auch in Zukunft sicherstellen. Als Gemeinde ist es uns besonders wichtig, dass ausreichend Mitarbeiterwohnungen entstehen.«

Den vollständigen Bericht über die entscheidende Gemeinderatssitzung am Dienstagabend lesen Sie in der Donnerstagsausgabe (2. Juli) des Berchtesgadener Anzeigers.