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»Spuren«: Doku gibt Angehörigen der NSU-Opfer eine Stimme

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"Spuren – Die Opfer des NSU"
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Ali Toy gehört zu den Angehörigen der NSU-Opfer. Foto: -/Salzgeber & Co. Medien GmbH/dpa Foto: dpa

Der Dokumentarfilm blickt auf die Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Ihr Fokus liegt aber auf den Angehörigen der Opfer. Es geht um seelische Verletzungen und die tiefen Narben.


München (dpa) - Es war eine beispiellose Mordserie, die die Republik erschütterte: Zwischen 2000 und 2007 ermordete die rechtsextreme Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) zehn Menschen, darunter neun Kleinunternehmer türkischer und griechischer Herkunft.

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Doch erst 2011 flog der NSU auf. Fünf Jahre lang wurde Beate Zschäpe und vier Mitangeklagten in München der Prozess gemacht, im Sommer 2018 fiel das Urteil. Nun blickt ein Dokumentarfilm auf die Mordserie - und zwar mit einem ganz klaren Fokus: Der Film »Spuren« der Regisseurin Aysun Bademsoy stellt allein die Angehörigen der Opfer in den Mittelpunkt, ihre seelischen Verletzungen, die tiefen Narben. Bademsoy lässt Witwen, Töchter, einen Bruder und einen Ex-Kollegen der Opfer zu Wort kommen. Bademsoy zeigt, wie die Familien ihr Leben heute führen, nach allem, was war.

Spuren - die Opfer des NSU, Deutschland 2019, 81 Min., FSK o.A., von Aysun Bademsoy

Spuren - Die Opfer des NSU