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Sport- und Mehrzweckhalle soll im Mai eingeweiht werden

Grabenstätt. In seiner Funktion als stellvertretender Vereinsvorsitzender blickte Bürgermeister Georg Schützinger bei der Jahresversammlung des Fördervereins »Eine Halle für Grabenstätt« auf zwölf ereignisreiche Monate zurück. Mittlerweile seien im Rahmen der Hallenboden-Spendenaktion bereits 436 Quadratmeter Anteile des 968 Quadratmeter großen Hallenbodens verkauft worden. Wie Schriftführerin Renate Meier ergänzte »sind heute noch einmal zwölf Quadratmeter hinzugekommen«, und so komme man der Hälfte immer näher.

Schützinger bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern für »die bisher auf der Baustelle geleistete Arbeiten« und erinnerte auch an den letztjährigen Adventsstand des Fördervereins, die Christbaum-Abholaktion, den Maimarkt, das Rohbaufest im Mai und die Hebefeier Ende Juni.

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Der Startschuss für den Bau der 3,4 Millionen Euro teuren Sport- und Mehrzweckhalle war am 18. August 2011 mit dem Spatenstich gefallen. Rund 230 000 Euro sind vom TSV Grabenstätt als Eigenleistung zu erbringen. Um dies zu erreichen, seien bisher rund 3000 Stunden an Arbeitsleistung, 77 000 Euro an Finanzmitteln sowie Sachspenden im Wert von rund 15 000 Euro eingebracht worden, so Schützinger.

Diese großartige Leistung des TSV, des Fördervereins und der Ortsvereine verdiene besondere Anerkennung. »Wir sind auf einem guten Weg, die Baumaßnahme erfolgreich abzuschließen«, zeigte sich Schützinger überzeugt. Wenn alles nach Plan verlaufe, »weihen wir unsere Halle im Mai ein«, hofft Roman Metzner, der Vorsitzende des TSV.

»Es gab sieben Vorstandssitzungen, in denen viel geplant und organisiert werden musste«, so Schriftführerin Renate Meier. Derzeit verfüge der Förderverein über 121 Mitglieder. Der Adventsstand des Fördervereins öffnet noch einmal am kommenden Samstag, und am 12. Januar läuft wieder die bewährte Christbaum-Abholaktion an, im Rahmen derer ausrangierte Christbäume gegen einen geringen Unkostenbeitrag von drei Euro abgeholt werden. Der Erlös komme der Halle zugute.

Schatzmeisterin Gabi Lohwasser konnte von einem erfreulichen Kassenstand berichten, der allerdings nicht hoch sei, weil »wir zuletzt viel an die Bauherrengemeinschaft, (Gemeinde und TSV Grabenstätt) gezahlt haben«. Insgesamt habe man im Berichtszeitraum 70 500 Euro überwiesen. »Wir haben gut gearbeitet und solide gewirtschaftet«, bilanzierte Lohwasser und freute sich darüber, dass der Verein selbst kaum Geld gebraucht habe.

Es sei seit Sommer 2011 »viel geleistet worden und viel passiert«, bedankte sich der gesundheitlich angeschlagene und tief gerührte Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Langerspacher. »Ohne eure tatkräftige Hilfe wären wir aufgeschmissen gewesen«, lobte dessen Stellvertreter Gärtner die Ortsvereine.

In seinem informativen und unterhaltsamen Bildervortrag über die Baufortschritte und die vielen ehrenamtlichen Helfer erwähnte TSV-Vorstand Metzner die Maurerarbeiten vor einem Jahr, die Holzspenden aus den umliegenden Wäldern, das Aufstellen des Dachstuhls beim Anbau Süd im März und April, die dort angebrachte Wärmedämmung im August und September sowie die im Oktober in Angriff genommene Fassadenverkleidung am Anbau Nord. Auch der Anschluss an die am 15. November gestartete Fernwärmeversorgung habe reibungslos funktioniert. Ein besonderer Dank galt dem kürzlich überraschend verstorbenen Vorsitzenden des BLSV-Kreisverbandes Willi Weinl, der ein großer Unterstützer des Hallenprojekts gewesen sei.

Die Gesamtkosten für die Sport- und Mehrzweckhalle Grabenstätt belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro, die gemeindlichen Mittel auf 2,4 Millionen Euro. An BLSV-Fördergeldern wurden 496 000 Euro beantragt. Bewilligt wurde bisher aber nur der Zuschuss für die Schule in Höhe von 235 000. Zehn Prozent des vom BLSV geförderten Breitensportanteils, sprich 230 000 Euro, sind vom TSV Grabenstätt als Eigenleistung zu erbringen. mmü