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Spitzensportler vor dem Jahreswechsel

Berchtesgaden - Spitzensportler feiern auch gerne Silvester, wenn auch nicht so intensiv wie viele Zeitgenossen. Einige, wie beispielsweise die Skispringer, sind gleich am Neujahrstag schon wieder gefordert. Für andere geht es wenige Tage später wieder weiter. Wenn auch Getränke nicht an erster Stelle stehen, so genehmigen sich auch die Sport-Heroen das eine oder andere Gläschen.

Nur eine kurze Pause für Nationalspieler Benedikt Kohl.

Der Nordisch Kombinierte Wolfgang Bösl vom SK Berchtesgaden feiert mit Freunden, weiß aber noch nicht wo. Vier bis fünf Bier seien an Silvester möglich, dann muss man aber nach Hause gehen, gab der Nordisch Kombinierte zu.

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Anke Karstens feiert Silvester über den Wolken, weil sie sich gerade auf dem Rückflug aus den Vereinigten Staaten befindet. Alkohol zu trinken bedeutet für die Snowboarderin eine große Ausnahme: »Wir stoßen schon einmal mit einem Gläschen nach großen Erfolgen an. Aber ich vertrage gar nichts und mir reicht schon ein Glas. Das ist gut und günstig. Ich fliege dieses Mal Business-Class, da wird es mir recht gut gehen«. Siehe auch Interview unten.

Das große Alpin-Nachwuchstalent Julia Pronnet vom TSV Siegsdorf, die gemeinsam mit Lena Fröhlich das CJD besucht, feiert zusammen mit Eltern und weiteren Skifahrerfamilien in Berchtesgaden Silvester. Natürlich bleiben die 15-jährigen Nachwuchsläuferinnen bei alkoholfreien Getränken. Bei Lena Fröhlich geht es zu Hause ganz beschaulich zu. Man wird Silvester mit Freunden und den Familien feiern.

Skispringer Michael Neumayer vom SK Berchtesgaden genehmigt sich an Silvester ein bis zwei Bier, dann geht er zu Bett. Am nächsten Tag steht ja das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen an.

Auch Mannschaftskamerad Severin Freund aus Waldkirchen freut sich auf den Silvesterabend mit seinen Mannschaftskameraden im Garmischer Hotel. »Wir trinken da zusammen noch ein Bier und gehen nach dem Feuerwerk zu Bett, schließlich müssen wir ja beim Neujahrsspringen fit sein«, erklärte der zweifache Weltcupsieger dieser Saison.

Newcomer und Shooting-Star Andreas Wellinger aus Ruhpolding freut sich auf den Silvesterabend, wird aber bei Zeiten zu Bett gehen, um am nächsten Tag topfit zu sein.

Ex-Bobpilot Karl Angerer hat in seiner aktiven Zeit stets versucht, zwischen Weihnachten und Neujahr Abstand vom Bobsport zu bekommen. »An Silvester sind wir durch unsere Kinder an das Haus gebunden. Wir gehen Schlittenfahren oder machen etwas anderes zusammen. Abends wird wie bei allen Raunächten gebetet und mit dem Räucherkännchen durchs Haus gegangen. Danach wird meist mit der Familie und mit Nachbarn etwas Leckeres gegessen und gefeiert. Das ist eigentlich alles gleich geblieben, nur dass alles viel ruhiger abläuft und ich nicht ständig am Telefon bin. Natürlich kribbelt es in den Fingern. Ich wäre gerne dabei, um mich mit den anderen zu messen. Da ich im Moment als Trainer arbeite, bin ich ja nicht weg vom Bobsport, sondern stehe nur auf der anderen Seite. Jetzt hoffe ich, dass es bald wieder schneit und ich Langlaufen und Skitouren gehen kann.« Skirennläuferin Simona Hösl vom SK Berchtesgaden lässt sich überraschen, was ihre Familie und ihr Freund an Silvester vorhaben.

»Natürlich trinken wir ein paar Gläschen, aber nicht zu viel, denn es geht gleich wieder weiter im Weltcup«.

Skeletonpilotin Anja Huber vom RC Berchtesgaden verbringt die letzte Nacht des Jahres in Altenberg. »Zum ersten Mal bin ich Silvester nicht daheim. Wir sind bereits am 30. Dezember nach Altenberg gereist, wo an Silvester das erste Training stattfindet. Weil Altenberg völlig ausgebucht ist, wohnen wir zunächst zwei Tage in der Rehabilitationsklinik ›Raupennest‹, ehe es in ein Hotel geht. Ich denke, die Veranstalter organisieren für uns eine Sportlerparty. Da werden wir auf das neue Jahr anstoßen und uns, wie es sich gehört, ›Dinner for One‹ ansehen«.

»Ich bin das ganze Jahr so viel unterwegs, dass ich mich an Silvester mit meiner Familie und ein paar Freunden ganz zurückziehe.«

Sagt Extrem-Bergsteiger Thomas Huber zu seinen Silvestergepflogenheiten. »Wir feiern in unserem Kaser. Zuvor jedoch gehen wir jedoch traditionell ins Bräustüberl zum Bier-Stacheln. Getrunken wird an Silvester Berchtesgadener Bier, ich kenne kein besseres. Nachmittags erwarten wir daheim die Auer Weihnachtsschützen«. Ex-Weltmeisterin und Skischulleiterin Katy Hölzl vom WSV Bischofswiesen führt an Silvester ab 18.00 Uhr traditionell mit ihren Skilehrern am Götschen einen Fackel-Skilauf durch.

Danach geht es zur Mama zum Fondue-Essen und später sitzt man mit Freunden zusammen. »Natürlich stoßen wir zum Jahreswechsel mit etwas Prickelndem an«, erklärte die Skirennläuferin.

Der Wolfsburger Eishockey-Profi Benedikt Kohl feiert mit Freundin und Freunden bei Mannschaftskameraden. »Da werden wir schon etwas Bier trinken und um Mitternacht mit Sekt anstoßen. Wir spielen ja erst wieder am 4. Januar«, blickt der Nationalverteidiger ins neue Jahr.

Bobfahrer Manuel Machata ist bereits mit seinem Team in Altenberg und möchte im neuen Jahr endlich wieder in die rechte Erfolgsspur zurückfinden. Dazu wird zwar an Silvester ein Glas getrunken, aber keinesfalls zu viel.

Manuel Machata möchte natürlich im neuen Jahr so schnell sein wie in den letzten Jahren. Nach Altenberg will er dies am 12. und 13. Januar auch beim Weltcup am Königssee zeigen. cw