weather-image
21°

Spitzau-Steg ist wieder begehbar

Siegsdorf. Der Steg über die Rote Traun in der sogenannten Spitzau, den das Hochwasser am Morgen des 2. Juni weggespült hatte, ist erneuert. Das Bauwerk verbindet die beiden Wanderwege entlang der Traun zwischen Siegsdorf und Traunstein.

Ein Kran konnte den Steg bereits Ende November einheben. Durch den Wintereinbruch verzögerten sich die übrigen Arbeiten aber und konnten erst in den vergangenen Tagen über die Bühne gehen.

Das Hochwasser hatte den Steg aus der Verankerung gerissen und etwa 300 Meter weit abgetrieben. Danach war der Weg nur noch bis zum Zusammenschluss von Roter und Weißer Traun begehbar und die Verbindung zum Wanderweg rechts der Traun unterbrochen.

Anzeige

Da die Schäden am Steg eine Wiederverwendung unmöglich machten, die Widerlager aber unbeschädigt waren, beantragte die Gemeinde Siegsdorf beim Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Genehmigung für ein neues Bauwerk. Kommune und Behörde vereinbarten, die Widerlager um 0,55 Meter zu erhöhen, damit der neue Steg künftig deutlich über dem Wasserspiegel eines hundertjährlichen Hochwassers liegt.

Etwa 40 000 Euro kostete die Brücke in Stahlkonstruktion mit einer Spannweite von rund 16 Metern; die Firma Brückner aus Waging konstruierte und fertigte sie nach den Plänen des Siegsdorfer Bauamts. Weitere 10 000 Euro erforderte die Aufschüttung und Sicherung der beidseitigen Zufahrtsrampen. Dadurch ist der 1,85 Meter breite Steg auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer tauglich. Die Gemeinde Siegsdorf erhofft sich für die Baumaßnahme eine Förderung aus dem Hochwasser-Infrastrukturprogramm des Freistaates. FK