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»links bergauf« geht es mit Dr. Bärbel Kofler, MdB und parlamentarische Staatssekretärin. (Foto: SPD)

SPD-Ortsverein Bad Reichenhall wandert mit Dr. Bärbel Kofler »links bergauf«

Bad Reichenhall – Trotz der hohen Temperaturen waren viele Interessierte der Einladung des SPD-Ortsvorsitzenden und Bad Reichenhaller Stadtrats Guido Boguslawski gefolgt, um gemeinsam mit Dr. Bärbel Kofler, heimische Abgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin, zu wandern.


Der SPD-Ortsverein nutzte die Wanderung auch, um um auf die aktuellen Schwierigkeiten für Wanderer und Radfahrer im Leopoldstal hinzuweisen. Freilich wurden auch viele Gespräche über das aktuelle politische Geschehen geführt.

Die Wanderung startete am Parkplatz des Friedhofs von St. Zeno. Es war heiß, auf dem Schattigen Weg war es allerdings angenehm. Das änderte sich, nachdem die Gruppe an der Obermühle angekommen war. Die einzige Möglichkeit, Richtung Bayerisch Gmain weiterzukommen, war, entlang der Kreisstraße BGL 4 zu gehen. Um sicher bis zum Beginn des Fuß- und Radweges zu kommen, wies der SPD- Ortsvorsitzende Guido Boguslawski die Teilnehmer eigens an, nur hintereinander und nur neben der Straße zu gehen: »Wenn die Autos im Gegenverkehr fahren, brauchen sie die ganze Fahrbahnbreite und für Fußgänger wird es auf der Straße gefährlich.«

Rundweg nach einem Hangrutsch gesperrt

Um durch das Leopoldstal von Bad Reichenhall nach Bayerisch Gmain zu kommen, gibt es im Moment nur eine sichere Möglichkeit: das Auto. »Für Radfahrer ist die Kreisstraße BGL 4 lebensgefährlich, für Wanderer ist der angelegte Kirchholzrundweg gesperrt und das gesamte Kirchholzgelände ist seit Jahren gesperrt, weil es als Standortübungsplatz genutzt wird. Auf absehbare Zeit ist aber nicht zu erwarten, dass sich daran etwas ändert«, erläuterte Guido Boguslawski. Den »unerträglichen Zustand beenden« könnten das Staatliche Bauamt Traunstein, Landratsamt Berchtesgadener Land, die Stadt Bad Reichenhall sowie die Gemeinde Bayerisch Gmain.

Dr. Wolf Guglhör, ehemaliger SPD-Stadtrat, berichtete aus »seiner Zeit«, wie sich der Standortübungsplatz zu dem entwickelte, wie er sich heute darstellt. Für die Stadt war der Standort immer ein wichtiger Faktor, auch wenn das Kirchholz als Übungsplatz das Naherholungsgebiet beeinträchtigt habe.

Ihn nach Oberjettenberg zu verlegen, wurde auch mithilfe der SPD Bad Reichenhall damals abgelehnt und konnte zusammen mit den Oberjettenbergern schließlich verhindert werden. Aus Haftungsgründen sah sich die Bundeswehr vor einigen Jahren gezwungen, das Gelände komplett zu sperren, war aber bereit, einen Rundweg anzulegen. Dazu musste im Leopoldstal eine rund ein Kilometer lange Lücke durch einen Steig geschlossen werden. Zuletzt habe es aber einen massiven Hangrutsch gegeben. Seither ist der Rundweg gesperrt. Der Weg ist »für Gäste und Einheimische wichtig. Es muss unbedingt eine Lösung her.« Der SPD-Ortsverein und Dr. Bärbel Kofler hoffen, dass die Stadt Bad Reichenhall und die Gemeinde Bayerisch Gmain zeitnah den gesperrten Weg sanieren und wieder freigeben.

Rad-Volksbegehren

Guido Boguslawski wies an dieser Stelle auf das beginnende Volksbegehren für einen besseren Radverkehr in Bayern hin: »So wie im Leopoldstal sind es genau die Verhältnisse, die es bayernweit leider allzu häufig gibt.« Mit dem Volksbegehren, hinter dem neben der bayerischen SPD ein breites Bündnis an Verbänden und Parteien steht, soll im Freistaat endlich der fehlende Rahmen für eine echte Radverkehrsförderung geschaffen werden (wir berichteten).

Ziele sind, kurz gefasst, den Radverkehrsanteil bis 2030 um 25 Prozent zu steigern, sichere Alltagsradwege zwischen allen Städten und Gemeinden und mehr Radschnellverbindungen zu schaffen.

Der Startschuss für die Unterschriftensammlung war am 16. Juni. Bis Herbst sollen landesweit 35 000 Menschen unterschrieben haben. Dann würde das Begehren eingeleitet, für das sich dann wiederum bayernweit 10 Prozent der Bevölkerung im Rathaus eintragen müssten.

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