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Spatenstich soll im Oktober sein

Grabenstätt. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Musikvereins Grabenstätt zum Projekt »Probenhaus« informierten Vorstand Alois Wiesholler und sein Stellvertreter Ralf Hansen in seiner Funktion als Projektleiter über den aktuellen Stand. Die Mitglieder sprachen sich einstimmig für den Baubeginn im Oktober aus.

Da die Förderung aus dem bayerischen Kulturfonds in Höhe von 40 000 Euro im Mai zugesagt worden sei und »wir über einen genehmigten Bauplan verfügen, können wir jetzt offiziell starten«, freute sich Hansen. In einer ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober hatten sich die Vereinsmitglieder für die Beantragung des Zuschusses ausgesprochen. Das Probenhaus soll nördlich des Vereinsheims und westlich des Sparkassengebäudes auf einem gemeindlichen Grundstück entstehen und im Erdgeschoß einen großen Probenraum und ein Foyer beherbergen. Dort sind auch eine Garderobe, Stauräume und Toiletten geplant. Im Eingangsbereich an der Ostseite müsse aus statischen Gründen eine Betondecke eingezogen werden, so Hansen. Über eine Treppe werde man zu einem Abstell- und Archivraum und einem Raum für die Belüftungstechnik im ersten Stock gelangen. »Noch vor dem Winter soll der Rohbau stehen«, zeigte sich Wiesholler optimistisch. Mit der endgültigen Fertigstellung sei aber erst in zwei Jahren zu rechnen. Was das Heizen anbelangt, ist ein eigener Anschluss an die Fernwärme im Gespräch. Auch für den Schallschutz werde baulich alles getan, versprach Wiesholler mit Blick auf die Nachbarn.

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Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 450 000 Euro, die zu erbringende Eigenleistung (Arbeit) betrage 55 000 Euro, erläuterte Projektleiter Hansen. Als Finanzierungsmöglichkeiten nannte er erspielte Erträge, die Unterstützung von Stiftungen, mögliche Vergünstigungen beim Einkauf von Baumaterialien, die Aktion »Stuhlspende«, Sachspenden und Einnahmen aus Sonderkonzerten. Der für Anfang Oktober angesetzte Spatenstich könnte zeitlich kaum besser gewählt sein, denn vom 5. bis 7. Oktober feiert die Musikkapelle Grabenstätt ihr 120-jähriges Bestehen und bereitet sich mit dem entstehenden Probenhaus wohl selbst das schönste Geschenk.

Auch wenn der Musikverein bald seine eigene Baustelle habe, »werden wir uns weiter am Bau der Sport- und Mehrzweckhalle Grabenstätt beteiligen«, versicherte Wiesholler. »Unsere Konzerte können wir ja nicht im Probenhaus halten«, fügte er schmunzelnd an. Der alte Probenraum im Vereinsheim soll auch weiterhin für Einzel- und Gruppenunterricht zur Verfügung stehen, hieß es.

Bürgermeister Georg Schützinger dankte der Vorstandschaft für die geleistete Vorarbeit und sicherte dem Musikverein beim Projekt »Probenhaus« auch weiterhin die größtmögliche Unterstützung der Gemeinde zu. mmü