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Spatenstich mit Innenminister Herrmann

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Sie gaben den Startschuss für das neue Gebäude des Fortbildungsinstituts (v.l.): Landesschützenmeister Wolfgang Kink, MdL Gisela Sengl, 1. Bürgermeister Hans Eschlberger, Ltd. Polizeidirektor Johann Peter Holzner, Innenminister Joachim Herrmann, Ministerin Michaela Kaniber, Polizeivizepräsident Detlev Tolle, Polizeipräsident Robert Kopp, Landrat Georg Grabner, Baudirektor Martin Julinek. (Foto: privat)

Ainring – Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern und für Integration, gab am Montagnachmittag beim Spatenstich den Startschuss für den Neubau der Sporthalle mit Trainingszentrum und Seminarbereich am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI). Auf der aktuell größten Baustelle der Gemeinde Ainring rollen somit ab 3. September die Bagger an.


Der Freistaat investiert 16,5 Millionen Euro in einen zweigeschossigen Neubau auf einer Fläche von knapp 4 000 Quadratmetern Bruttogrundfläche, erklärte Innenminister Herrmann bei dem Festakt. Zwei Jahre Bauzeit sind veranschlagt. Der Einladung des Innenministers sind zahlreiche Ehrengäste gefolgt, darunter die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, die sich für das Vorhaben eingesetzt hat.

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»Dieses Geld ist sehr gut angelegt«, sagte Herrmann. »Die Innere Sicherheit ist für unsere Bürger eines der wichtigsten Themen.« Das BPFI organisiert jährlich rund 850 Seminare und Veranstaltungen mit rund 12 000 Teilnehmern. Nach der Sanierung der Unterkunftsgebäude und der Einrichtung von hochtechnischen Speziallehrsälen wie dem Trainingszentrum Einsatzzentrale und für IT-Kriminalisten in den vergangenen Jahren folge jetzt die Ertüchtigung der Sportanlagen.

»Damit wir auch in Zukunft bei der Inneren Sicherheit an der Spitze stehen, bietet dieses neue Zentrum in baldiger Zukunft beste Voraussetzungen für den ganzheitlichen Trainingsansatz«, sagte der Bayerische Innenminister. Polizisten vertiefen demnach am BPFI im Rahmen der Fortbildung ihre Fähigkeiten, die für den täglichen Dienst von ausschlaggebender Bedeutung seien. Innenminister Herrmann nannte hier Konzentration, Nervenstärke, Ausdauer, schnelle Reaktion, optimale Konfliktbewältigung und Stressresistenz.

Im neuen Trainingszentrum können die Beamten am BPFI künftig verschiedene Einsatzlagen auch in Zusammenhang mit der bereits bestehenden Infrastruktur trainieren. »Ganz entscheidend kommt es uns bei der Fortbildung darauf an, mögliche Szenarien und auch die Stressbelastung im Ernstfall wirklichkeitsnah zu simulieren.« Die körperliche Leistungsfähigkeit sei eine Schlüsselqualifikation für Polizisten, sie sind auch im Rahmen der Fortbildung zum Dienstsport verpflichtet. Außerdem fänden in der neuen Sporthalle auch die Spitzensportler der Bayerischen Polizei beste Trainingsbedingungen vor, die aus den Wintersportarten am BPFI ausgebildet werden.

Der Neubau besteht aus einer Sporthalle mit Trainingszentrum für das Polizeiliche Einsatztraining inklusive Raumschießanlage und einem Seminarbereich. Der Seminarbereich kann durch flexible Wände in einen Konferenzraum verwandelt werden. Das ist wichtig für die am BPFI regelmäßig stattfindenden Fachveranstaltungen von nationaler und internationaler Bedeutung, wie demnächst eine internationale Tagung zur Rockerkriminalität im Donauraum oder die Ainringer Ostertage.

Das neue Gebäude wird laut den Ausführungen des Ministers mit einer Holzfassade und Satteldach ausgestattet. Besonderes Augenmerk liege auf einem guten Schallschutz. Energetisch sei das Niveau hoch, die hinterlüftete wärmegedämmte Fassade, die Photovoltaikanlage auf dem Dach, zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, effektive Wärmerückgewinnung und Versorgung aus dem Fernwärmeheizkraftwerk der Gemeinde sparen über 122 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gegenüber herkömmlicher Bauweise ein.

Baudirektor Martin Julinek, Staatliches Bauamt Traunstein, stellte in einem Grußwort weitere Details des ambitionierten Bauwerks vor. Landrat Georg Grabner betonte die Dringlichkeit der Baumaßnahme, weil die bisherige Sporthalle in die Jahre gekommen ist und nur noch unter Auflagen bis zur Fertigstellung des Trainingszentrums betrieben werden darf. fb