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Späte Niederlage

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Matthias Althaus bereitete den Führungstreffer des TSV Berchtesgaden gegen den SC Inzell durch Robert Reichlmeier vor. (Foto: Wegscheider)

Wie von Trainer Richard Hartmann schon im Vorfeld befürchtet, musste sein Team beim Aufstiegskandidaten SC Inzell eine Niederlage hinnehmen. Doch der ersatzgeschwächte TSV Berchtesgaden schlug sich gegen die Inzeller Aufstiegsapplikanten beachtlich. Erst als die Kräfte der Gäste nachließen, kam der SC Inzell in der Schlussphase der Begegnung noch zum Erfolg. Durch die Niederlage rangiert der TSV Berchtesgaden nun punktgleich mit dem SV Ruhpolding an der zwölften Stelle. Sollten Ruhpolding und Berchtesgaden am Ende gleich viele Punkte aufweisen, würde Ruhpolding absteigen, weil der direkte Vergleich für den TSV Berchtesgaden spricht. Auf Berchtesgaden wartet dann wahrscheinlich die Relegation gegen einen Zweiten der A-Klasse.


100 Zuschauer wollten die Nachtragsbegegnung zwischen dem Tabellenzweiten SC Inzell und dem abstiegsgefährdeten TSV Berchtesgaden im Ludwig-Schwabl-Sportpark sehen. Zur Überraschung der Inzeller spielte der Gast von der Breitwiese mit großem Einsatz auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten mit. Dabei fehlten beim TSV mit Philipp Beil, Marek Brazina, Martin Förg, Florian Popp und Christian Winkler gleich fünf wichtige Spieler. Dies hinderte Berchtesgaden jedoch nicht daran, mutig nach vorne zu spielen. So ging der TSV Berchtesgaden in der 15. Minute durch Mannschaftskapitän Robert Reichlmeier in Führung. Matthias Althaus spurtete über die Außenbahn, sein Zuspiel verwertete Reichlmeier zur überraschenden Führung. Wenig später hatte Berchtesgaden sogar die Chance zum 2:0. Doch Inzells Torhüter bugsierte den Ball nach einem Schuss von Talha Gökbayrak aus 20 Metern irgendwie über die Latte. Wenig später zielte Reichlmeier knapp am Tor vorbei.

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Pech für die Gäste war der Inzeller Ausgleich in der 21. Minute, als Torjäger Michel Hernandez die Kugel mit seinem 17. Saisontreffer am Berchtesgadener Torhüter Stefan Schach vorbeibrachte. Nachdem die Berchtesgadener dem SC Inzell lange Zeit heftige Gegenwehr geboten hatten, gingen den zehn Feldspielern in der Schlussphase etwas die Kräfte aus. »Ich hatte ja keinen adäquaten Spieler zum Auswechseln«, so Trainer Richard Hartmann, dessen Team in der Schlussphase noch zwei Gegentreffer bekommen hat. In der 81. Minute traf Michel Schaffler glücklich aus dem Getümmel und zwei Minuten vor Schluss Tali Danso, der in einer 1:1-Situation gegen Christian Pilz der Glücklichere war.

Unrühmlicher Höhepunkt in einem von einigen Inzellern hart geführten Spiel war ein Schlag von Andreas Diessbacher gegen Andreas Hartmann, dessen Nasenbein dabei gebrochen ist. Weil der Schiedsrichter die Attacke des Spielers nicht gesehen hat, erwägt man beim TSV Berchtesgaden nun rechtliche Schritte gegen den Inzeller. Der bekannt faire Inzeller Spieler Andreas Panitz entschuldigte sich nach dem Spiel bei TSV-Trainer Richard Hartmann. Panitz schämte sich für seinen Mitspieler, seine Mannschaftskollegen hatten ihren Trainer aufgefordert, den Übeltäter aus dem Spiel zu nehmen.

»Meine Mannschaft hat großartig gekämpft, leider haben wir das mögliche 2:0 nicht geschossen. Wir müssen die nötigen Punkte jetzt gegen andere Gegner holen«, lautete das Fazit von Trainer Richard Hartmann.

TSV Berchtesgaden: Stefan Schach; Christian Pilz, Talha Gökbayrak, Christoph Heindl, Tobias Botzenhard, Christian Lindner, Marius Tugui, Robert Reichlmeier, Andreas Hartmann, Stefan Sontheimer, Matthias Althaus. Christian Wechslinger

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