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Sonne, Eis und Schnee – ein Traum

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Besser konnte es nicht sein: Der Schnee glitzerte in der Sonne, beinhart gefroren, die Langlaufski nahmen mit wenigen Schüben gewaltig Fahrt auf. Die Teilnehmer des 46. Alpencups in Berchtesgaden und Umgebung strahlten übers ganze Gesicht. In Bischofswiesen wurde die »Alpine und nordische Skimeisterschaft der Stadt- und Gemeindeparlamente« ausgetragen. Über 220 Teilnehmer reisten dazu aus Bayern und Schwaben, Baden-Württemberg, Österreich, Südtirol und Thüringen an.


Am Abend zuvor war der Bewerb mit einem Rahmenprogramm-Punkt gestartet, der es in sich hatte: 138 Wagemutige schmissen sich auf älteren Rodelschlitten in die Kunsteisbahn am Königssee. Vom Kreisel aus ging's mit Unterstützung des WSV Königssee bergab. Rennrodeln gab es in den 45 Alpencup-Ausgaben zuvor noch nie. Dafür erntete der Veranstalter, die Marktgemeinde Berchtesgaden mit Bürgermeister Franz Rasp, beim Festabend im »AlpenCongress« 24 Stunden später tosenden Applaus. Jedoch floss das Ergebnis dieses lustigen Bewerbs nicht in die Gesamtwertung mit ein.

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Rennrodeln auf älteren Schlitten als Auftakt

Bester heimischer Rodler war übrigens Stefan Punz, Gemeinderat in Schönau am Königssee, der mit 19,96 Sekunden auf Gesamtrang 8 und Platz 6 bei den Herren kam. Der Eröffnungsabend im VIP-Bereich der Kunsteisbahn rundete die ersten Alpencup-Stunden perfekt ab.

Das Langlaufen am Aschauerweiher – es mussten gut zwei Kilometer absolviert werden – nahmen 79 nordisch Begeisterte in Angriff. Schnellster war erwartungsgemäß Berchtesgadens Marktbürgermeister Franz Rasp in 9:13 Minuten. Auf Platz zwei lief Gebhard Kolb aus Sibratsgfäll mit bereits 38,5 Sekunden Rückstand. Die Damen-Wertung gewann Anja Siedle (11:51 Minuten) aus Furtwangen im Schwarzwald. Für die perfekte Organisation und einen reibungslosen Ablauf sorgte der SK Berchtesgaden mit seinen Zeitnehmern und Streckenposten. Dem stand der WSV Bischofswiesen am Götschen in nichts nach: Der FIS-Hang präsentierte sich in Bestzustand und hielt allen 191 Alpin-Startern am frühen Abend stand. Der Kurs war flüssig gesteckt worden, um auch den weniger Erfahrenen im Stangenwald ein schwungvolles Durchkommen zu ermöglichen. Am besten machte das der 1957 geborene Michael Kaufmann aus Reuthe im Bregenzerwald in 39,66 Sekunden.

Franz Rasp (40,88) kam hier auf den starken 2. Platz. Schönaus Gemeindechef Hannes Rasp (43,60) fuhr auf Rang 19, sein Stellvertreter Richard Lenz (49,73) auf Platz 77. Angers 2. Bürgermeister Markus Winkler (44,79) erreichte die 26. Position, Bürgermeister Silvester Enzinger (56,78) landete auf Platz 147. Sein Amtskollege aus Bischofswiesen, Thomas Weber (47,67), platzierte sich auf Gesamtrang 52.

Franz Rasp ist das Maß der Dinge

Die Feierstunden im »AlpenCongress« gestalteten die »Berchtesgadener Buam« musikalisch, das animierte viele Gäste zum Tanzen vor der großen Bühne. Die Jugendgruppe des heuer 100 Jahre alten GTEV »D'Funtenseer« zeigte ihr Können. Franz Rasp, Alpencup-Hauptorganisatorin Claudia Schülein, Leitung der Tourist-Information Berchtesgaden, und Marktbaumeister Peter Hasenknopf moderierten die Siegerehrung. Als Preise gab es originale Salzsteine aus dem Salzbergwerk Berchtesgaden, einen weißen Löwen für den nordischen Gesamtsieger Franz Rasp und einen Pokal für den alpinen Champion Michael Kaufmann (Gemeinde Reuthe im Bregenzerwald). Die besten Teams nahmen die großen Silber-Wanderpokale mit nach Hause: die Vorarlberger aus Sibratsgfäll (nordisch) und Bezau (alpin). Die Kombinations-Einzelwertung gewannen Marktbürgermeister Franz Rasp und Anja Siedle aus Furtwangen im Schwarzwald.

Zum Abschluss des kurzweiligen Abends stellten sich bereits die Gastgeber des 47. Alpencups im nächsten Jahr vor: der Naturpark Nagelfluhkette mit seinen Gemeinden Balderschwang, Hittisau, Riefensberg und Sibratsgfäll im Bregenzerwald. Balderschwangs Bürgermeister Konrad Kienle lud alle ein, von 17. bis 19. Januar 2020 ins Oberallgäu zu kommen. Aus dem Berchtesgadener Land hatten sich vier Gemeinden aktiv beteiligt: Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee und Anger. Unter allen Teilnehmern wurden noch zwei Wochenenden für je zwei Personen im »Kempinski Hotel Berchtesgaden« verlost. Das am weitesten angereiste Team, die Teilnehmer der Gemeinde Bergen im Schwarzwald mit Luftlinie 372 Kilometern Entfernung, erhielt einen riesigen Geschenkkorb.

Wasti Rasp moderierte alle Bewerbe und den Festabend in seiner gewohnt humoristischen Art, die beim Publikum gut ankam. Ein Weißwurstfrühstück in der Berggaststätte »Hirschkaser« beschloss das gelungene Wochenende am Morgen des dritten Tages. Hans-Joachim Bittner