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Sondermoninger fordern Geschwindigkeitsbegrenzung

Nußdorf. Der Nußdorfer Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Antrag auf Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung und eines Überholverbots auf der Staatsstraße 2096 entlang der Wohnbebauung zwischen Sondermoning und Laimgrub befasst. Benno und Susanne Auer und mit ihnen alle weiteren Bewohner der Siedlung westlich von Sondermoning und südlich der Staatsstraße sehen große Gefahren durch die hohen Geschwindigkeiten, mit denen die Autofahrer auf dem Straßenabschnitt unterwegs sind – zumal dort eine lang gezogene, unübersichtliche Kurve ist. Zudem haben sie größte Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder, die an der Bushaltestelle auf den Schulbus warten. Äußerst gefährlich sei auch das Einfahren in die Staatsstraße, so die Anwohner.

Die Anwohner der Wohnsiedlung westlich von Sondermoning an der Staatsstraße 2096 beantragten wegen des gefährlichen Streckenabschnitts eine Geschwindigkeitsbeschränkung und ein Überholverbot. Der Gemeinderat Nußdorf unterstützt den Antrag. (Foto: Volk)

Resi Götzinger fragte, ob es nicht möglich sei, den gesamten Streckenabschnitt – von der Wohnsiedlung bis Sondermoning – zum Ortsgebiet zu machen, damit nur noch 50 km/h gefahren werden dürfen. Dies sei deshalb nicht möglich, so Hans Stöger, Gemeinderat und Polizeibeamter, weil dort nur eine einseitige Bebauung bestehe. Damit kann das Ortsschild nicht versetzt und der Straßenabschnitt nicht als Ortsgebiet ausgewiesen werden.

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Helmut Braml betonte, dass allein die Tatsache, dass sich im besagten Straßenstück Bushaltestellen und eine unübersichtliche Kurve befinden, Grund genug für eine Geschwindigkeitsbeschränkung und ein Überholverbot sind. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, den Antrag der Anlieger an der Laimgruber Straße zu unterstützen und zu bekräftigen. Die Gemeindeverwaltung wird den Antrag mit Unterschriftenliste an das Staatliche Bauamt und die Verkehrsbehörde im Landratsamt weiterleiten.

Das Ratsgremium beschloss, zwei Drittel des Defizits der Betriebskosten des Katholischen Pfarrkindergartens St. Laurentius für das Betriebsjahr 2012/2013 zu übernehmen. Insgesamt betrug das Defizit rund 36 000 Euro, die Gemeinde trägt nun rund 24 000 Euro. Bürgermeister Hans Gnadl, der mit dem Erzbischöflichen Ordinariat Gespräche über eine teilweise Übernahme des Betriebsdefizits geführt hat, ist guten Mutes, dass der Träger einen noch höheren Anteil des Defizitbetrages übernehmen wird. Der Gemeinderat stimmte außerdem dem neuen Stromliefervertrag mit der Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf (EGW) für die Straßenbeleuchtung zu. Der bisherige Vertrag, der seit 1990 Bestand hatte, ist ausgelaufen. Ein neuer Vertrag ist auch deshalb notwendig, weil die Straßenleuchten in den vergangenen Monaten weitestgehend auf LED-Technik umgestellt worden sind. Eigentümer der Straßenbeleuchtungsanlage ist die Gemeinde, Netzbetreiber und Stromlieferant die EG Wolkersdorf. Zum vorgelegten Vertragsentwurf wurde ergänzt, dass die Gemeinde für Überspannungsschäden nicht aufkommt.

Ohne Gegenstimmen stimmte das Gremium einem Antrag auf Verlängerung der Kiesabbaugenehmigung auf einem Grundstück nördlich der Gemeindestraße zwischen Aiging und Wang zu. Drei Gegenstimmen gab es hingegen zum Antrag, die bestehende Kiesgrube der Firma Posch bei Weiderting, östlich der Bundesstraße 304, um den zweiten Bauabschnitt erweitern zu dürfen. Rund drei Jahre nach Beginn des Kiesabbaues im südlichen Bereich der Abbaufläche müssen weitere 9000 Quadratmeter nördlich davon abgeräumt werden, um die vorgeschriebene Böschung einzuhalten und bis zur Sohle, rund 19 Meter tief, abbauen zu können. Mittlerweile sind rund ein Viertel der insgesamt rund 320 000 Kubikmeter abgebaut. Dadurch wird von einem Abbauzeitraum von 12 bis 15 Jahren ausgegangen. Der Gemeinderat wiederholte in seiner Genehmigung zum zweiten Bauabschnitt, dass die An- und Abfahrt zur Kiesgrube nicht über Aiging, sondern ausschließlich über die Bundesstraße 304 erfolgen darf. Die Auffüllung und Rekultivierung hat Zug um Zug mit der Ausbeute zu erfolgen.

Grünes Licht gab der Gemeinderat für eine Bauvoranfrage zum Neubau eines landwirtschaftlichen Betriebsleiterwohnhauses mit Landarbeiterwohnung, Unterkunft für Auszubildende und integrierten Garagen auf dem Anwesen der Familie Angerer an der Waldhofstraße. Ein einstimmiges Votum gab es außerdem zum Antrag der Familie Barwig, zwei bestehende Dachfenster an der westlichen Dachfläche des Selberdingerheimes durch Dachgauben zu ersetzen. pv