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Sommer im Herbst: Gold, Indianer und alte Weiber

Berlin (dpa) - Bis weit in den Herbst hinein können sich die wenig sonnenverwöhnten Mitteleuropäer manchmal noch über sommerliche Temperaturen von 20 und mehr Grad freuen.

Ginkgo
Goldener Herbst: Die Blätter eines Ginkgo in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd Foto: dpa

Als Goldener Oktober werden Schönwetterperioden im zweiten Oktoberdrittel bezeichnet. Der Name ist von der meist Anfang Oktober beginnenden Laubfärbung abgeleitet. Scheint die Sonne auf die bunte Blätterpracht, wird schnödes Herbstgelb im Baum zu sommerlichem Gold.

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Der Altweibersommer ist eine beständige Hochdruck-Wetterlage, die häufig zwischen Mitte September und Anfang Oktober noch einmal Wärme bringt. Schweizer Klimaforscher verzeichneten in den vergangenen Jahren zwischen dem 13. und dem 28. Oktober eine deutliche Häufung dieser Sonnentage. Seinen Namen hat der Altweibersommer nicht von betagten Frauen, sondern von kleinen Spinnen. Bei hohem Luftdruck weben (altdeutsch: weiben) sie Flugfäden und lassen sich daran durch die Luft treiben.

Der Indian Summer ist das nordamerikanische Gegenstück zum europäischen Altweibersommer. Mit dem Indianischen Sommer verbindet man Hochdruckwetter, das von Mitte September bis weit in den Oktober den Nordosten der USA und das benachbarte Kanada zum farbenprächtigen Touristenziel macht.

Deutscher Wetterdienst zu Altweibersommer

US-Wetterbehörde zu Indian Summer