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So viele Absolventen wie noch nie

Bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Geschichte der Traunreuter Realschule schaffte mit Christoph Seehuber ein Absolvent den Traumschnitt. Neben ihm wurden noch Anja Baumgartner mit 1,16 und Michael Lechner mit 1,25 als Schulbeste geehrt.

»Gewisse Angst gehört dazu«

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Schulleiterin Cornelia Linnhoff ging in ihrer Ansprache auf das Thema Schulangst ein, verursacht durch steigenden Leistungsdruck. Die Rektorin führte aber auch aus, dass eine gewisse gesunde Angst oder eine Art Lampenfieber dazugehören, um die Menschen zu Höchstleistungen anzuregen. Und wenn man die Angst und den Druck überwunden, die Aufgabe bewältigt habe, beschere das ein »heldenhaftes Gefühl«, wie es viele Abschlussschüler wohl auch beim Erhalt ihres Zeugnisses verspürten. Sie sollten die Dinge pflegen und weiterführen, die sie gut können und beherrschen, gab die Schulleiterin den Absolventen mit auf den Weg. Cornelia Linnhoff endete mit dem Zitat: »Wovor du dich auch fürchtest, es verliert seinen Schrecken, wenn du dich ihm stellst.« Bürgermeister Franz Parzinger sprach die hervorragende Ausgangssituation für Berufseinsteiger in der Region an. Eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent und eine Jugendarbeitslosenquote von nur 1,5 Prozent im Landkreis Traunstein zeigten die guten Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. »Ihnen stehen nun alle Wege weit offen, sie haben gute Chancen ihren gewünschten Beruf zu erlernen«, so der Bürgermeister.

»Mit beiden Beinen in der Wirklichkeit«

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Alexander Beer, der zusammen mit seinem Sohn die Schule nun verlassen wird, betrachtete in seiner Ansprache das Wort »real« in Realschule genauer. Real bedeute »wirklich«, und die Absolventen der Realschule seien Menschen, die »mit beiden Beinen in der Wirklichkeit des Lebens stehen«. Nun sei es an der Zeit, dass die ehemaligen Schüler ihren eigenen Weg suchten und selber Verantwortung für ihr Leben übernähmen.

Die Klassensprecher der zehnten Klassen bedankten sich bei den einzelnen Lehrern für die Geduld und Unterstützung auf dem langen Weg zum Abschluss. Für besonderes Engagement in der Schulfamilie, das über das übliche Maß hinaus ging, wurden Ramona Kaltenecker und Peter Linner mit dem Walter-Mohr-Preis ausgezeichnet.

Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier von der Gruppe »L'Acoustique«. mix