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So lernt der Fernseher streamen

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Streamingboxen und -sticks
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Neues Leben fürs TV: Streamingboxen und -sticks liefern Wunschinhalte aus dem Netz. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Foto: dpa
Streaming-Sticks von Amazon
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Die Streaming-Sticks von Amazon (Fire TV) oder Google (Chromecast) werden einfach in einen HDMI-Eingang gesteckt - wobei Chromecasts (im Bild) traditionell einen rundlichen Formfaktor haben. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn Foto: dpa
Apple-TV-4K-Box
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Natürlich mit Fernbedienung: Eine Apple-TV-4K-Box. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Foto: dpa
Google-Cast
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Taucht das Google-Cast-Symbol in einer App auf, kann man Inhalte direkt an den Fernseher schicken, wenn dieser oder ein angeschlossenes Gerät Cast unterstützt. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn Foto: dpa

Immer mehr Menschen schauen per Videostreaming Filme und Serien auf Abruf. Das geht auch, wenn der Fernseher eigentlich nicht internetfähig ist. Sticks, Boxen und Konsolen machen es möglich.


Hamburg (dpa/tmn) - Wenn das Fernsehprogramm nichts Passendes bietet, weichen viele Zuschauer auf Mediatheken und Streamingdienste aus. Dort gibt es eine nahezu unendliche Vielfalt an Inhalten quasi auf Knopfdruck. Das funktioniert am einfachsten über einen internetfähigen Fernseher, einen Smart-TV. Was aber, wenn der heimische Apparat das nicht kann? Ausrangiert werden muss er dann noch lange nicht.

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»Der einfachste Weg zum Nachrüsten geht über Streaming-Sticks oder Streaming-Boxen, die an den HDMI-Eingang des Fernsehers angeschlossen werden und sich dann per WLAN mit dem Internet verbinden«, sagt Christoph de Leuw vom Fachmagazin »Computer Bild«. Auf dem Streaming-Gerät könnten dann entsprechende Apps von Streaming-Portalen oder Mediatheken installiert werden, vielfach seien die gängigsten wie Netflix, Amazon Prime Video oder Youtube bereits vorinstalliert.

Voraussetzung ist aber ein ausreichend guter Internetanschluss. »Der Internetanschluss sollte eine Bandbreite von wenigstens 50 Mbit/s bieten, denn für ruckelfreies 4K-Streaming braucht man kontinuierlich rund 25 Mbit/s«, sagt Wolfgang Pauler von »Chip«. Es gebe aber auch Modelle, die mithilfe eines Netzwerkkabels mit dem Router verbunden werden könnten, was immer die stabilere Netzanbindung sei.

Nachrüst-Kosten sind überschaubar

Die Kosten für so eine Nachrüst-Lösung sind überschaubar. Einsteiger-Streaming-Sticks gibt es von Amazon, Google oder auch Xiaomi bereits ab rund 30 Euro. Wer mehr investiert, merkt das vor allem an der Bedienung oder auch der Bildqualität.

Grundsätzlich kann man auch per Notebook oder Tablet den Fernseher ins Netz bringen. Allerdings sei das deutlich weniger komfortabel, meint de Leuw: »Der Vorteil der Sticks ist, dass die Steuerung in der Regel über eine extra Fernbedienung erfolgt - teilweise sogar schon mit Sprachsteuerung.« Bei einem Laptop wird der Fernseher dagegen mehr als Bildschirmerweiterung genutzt, die Steuerung läuft über den Rechner.

Eine andere Möglichkeit sind Blu-ray-Player mit WLAN- oder Netzwerkanbindung. »Speziell wer über eine große Sammlung an DVDs und Blu-rays verfügt, hat hier beide Welten in einem Gerät und kann sowohl streamen als auch physisch vorhandene Filme schauen«, sagt Herbert Bisges vom Fachportal HIFI.de. Mit Preisen ab rund 100 Euro seien die Player zudem deutlich günstiger als ein neues Smart-TV.

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Selbst aktuelle Spielekonsolen funktionieren inzwischen umfassend und bieten als Entertainment-Zentralen sowohl das Abspielen von Games und Filmen als auch einen Internetzugang. Auch manche Satellitenreceiver und natürlich IP-TV-Receiver böten einen Internetzugang.

Wer Wert auf gute Bildqualität legt, sollte jedoch vor dem Kauf einer Nachrüstlösung prüfen, was der vorhandene Fernseher überhaupt kann. »Schafft der Fernseher nur Full-HD, macht es wenig Sinn, mehr Geld in einen 4K-Stick zu investieren«, sagt Pauler. Bei der Auswahl der Apps nehmen sich die Angebote nicht viel. Auch das Nachrüsten von Apps ist meistens problemlos möglich.

Wer bereits iPhone und iPad nutzt, hat nach Ansicht von Bisges mit Apple TV Vorteile. »Die Geräte arbeiten gut zusammen, was bedeutet, dass beispielsweise Inhalte von einem iPad dann via AirPlay sehr einfach auch auf dem großen Bildschirm abgespielt werden können.« Neben Apples eigenem Bewegtbildangeboten kann der Nutzer aber auch Streaming Apps von Drittanbietern wie Netflix, Amazon Prime oder Sky nutzen. Preislich liegt die Apple TV Box mit rund 150 Euro allerdings deutlich über den Sticks.

© dpa-infocom, dpa:210224-99-577762/3

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