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Snowboard-Rennsport in schwierigen Zeiten

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Vorsitzender Bernhard Heitauer (l.) zeichnete langjährige Mitglieder mit Ehrenurkunden aus (v.r.): Johann Aschauer, Georg Ponn, Hans Robl, Toni Altkofer, Franz Weber, Helmut Jelinek, Hermann Moderegger und Markus Selbertinger. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die unsichere Zukunft des Snowboard-Rennsports war eines der Hauptthemen bei der Jahreshauptversammlung des Wintersportvereins (WSV) Bischofswiesen im Gasthaus »Brennerbräu«. Zudem ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder (siehe Kasten). Während es beim Langlauf, Biathlon und Ski alpin recht gut läuft, gibt es bei den Snowboardern diverse Probleme. WSV-Vorsitzender Bernhard Heitauer hieß neben den Vereinsmitgliedern die Ehrenmitglieder Franz Maltan und Heini Weber sowie Alt-Bürgermeister Toni Altkofer willkommen.


Beim Gedenken an die Verstorbenen gedachte die Versammlung besonders Thomas Inderst. Heitauer bemerkte in seinem Rechenschaftsbericht, dass der WSV Bischofswiesen gut aufgestellt sei. Dies dokumentiere auch eine Vielzahl von Veranstaltungen, die von den vielen ehrenamtlichen Mitgliedern organisiert worden seien. »Es war wiederum viel Arbeit, aber es diente ja auch der Aufbesserung der Vereinskasse«, gab Heitauer zu bedenken.

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Plus trotz Ausfall

In diesem Zusammenhang bedauerte der Vorsitzende den witterungsbedingten Ausfall der Weltcup-Parallel-Slaloms im Olympiapark München. »Wir haben aber dennoch ein kleines Plus gemacht«, freute sich Heitauer, der stellvertretend für viele andere den Organisator des Götschenfuchses Hans Vonderthann lobte. Denn der Götschenfuchs habe sich inzwischen zu einer Marke im Skibergsteigen entwickelt.

Von diversen EDV-Problemen nach seinem Umzug von Berchtesgaden an den Königssee sprach Kassier Michael Grießer. Inzwischen habe er jedoch die Lage wieder im Griff.

Die Kassenprüfer Simon Schwaiger und Klaus Swatosch stellten keinerlei Mängel an Grießers akribischer Kassenführung fest. Alle Kontobewegungen seien überprüft worden, so Schwaiger, der noch einige Ausführungen zu den Zahlungen des Deutschen Skiverbandes an den WSV Bischofswiesen für die Durchführung eines Skicross-Bewerbes gab. Die Zahlungen mussten rücküberwiesen werden, weil der Bewerb ausgefallen ist.

Oliver Hutzschenreuter sprach ein Problem im Bereich Snowboard an. »Ich weiß nicht, wie das noch weitergehen soll, wenn der Snowboardverband so weiterarbeitet«, kritisierte der Sportwart. »Wir haben bekanntlich seit Langem viel für Snowboard übrig. Ich weiß aber nicht, wie man noch Kinder und Eltern für diesen Sport motivieren soll, wenn keiner weiß, wie es da weitergeht. Im Bereich Snowboard herrschen teilweise chaotische Bedingungen, da fehlt mir allmählich das Vertrauen«, kommentierte Heitauer das Thema Snowboard.

Alfred Burgstaller hat es da als Sportwart nordisch leichter. Beim Langlauf und Biathlon blicke man nicht nur auf eine erfolgreiche Saison zurück, sondern könne von gut funktionierenden, harmonischen Gruppen sprechen, berichtete der Sportwart. Vor allem sollten die Kinder Freude am Sport haben, alles andere entwickle sich von selbst, war Burgstaller überzeugt.

Probleme, Trainer zu finden

Von 24 betreuten Kindern im Bereich Ski alpin sprach Sportwart Stefan Pistor und ging auf die einzelnen Gruppen ein. Laut Pistor sei es problematisch, Trainer und Übungsleiter zu finden, die im Winter die nötige Zeit haben. Zudem gebe es ein Problem damit, am Haupthang des Götschen zu trainieren. Wer dort trainieren möchte, müsste zunächst einen Zaun aufbauen, was viel Zeit in Anspruch nehme, die wiederum beim Training fehle. »Ich bin froh, dass wir immer wieder am Osthang trainieren konnten. Doch nur dort zu fahren, kann es nicht sein. Wir hoffen auf Besserung in der nächsten Saison«, fügte der Sportwart alpin hinzu.

Kassier Grießer trug die neue Vereinssatzung vor, die er zusammen mit Hans Pastötter, Friedl Koll und Manfred Vonderthann überarbeitet hat. Die Versammlung nahm diese einstimmig an, die neue Satzung kann nun dem Gericht vorgelegt werden. Es folgte die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder (siehe Kasten). Christian Wechslinger