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Slowenischer Sattelzug auf der Bundesstraße 304 bei Oberteisendorf aus dem Verkehr gezogen

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Foto: dpa/Symbolbild

Am Freitag, den 01.02.2019, führte eine Streife der Autobahnpolizeistation Siegsdorf Schwerlastverkehr-Kontrollen auf der Bundesstraße 304 zwischen Traunstein und Freilassing durch.

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Der große Erfolg stellte sich mit der Kontrolle eines slowenischen Sattelzuges gegen 16.45 Uhr bei Oberteisendorf ein. Der serbische Fahrer hatte gerade Autoteile in Nordbayern entladen und befand sich nun auf Leerfahrt nach Salzburg, um dort eine neue Ladung entgegen zu nehmen.

Für seine Tätigkeit als Berufskraftfahrer im Euro-Raum konnte der Serbe keine der erforderlichen Genehmigungen vorweisen. Die Auswertung des digitalen Kontrollgeräts der Sattelzugmaschine brachte erhebliche Verstösse gegen die täglichen Lenk- und Ruhezeiten zum Vorschein. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass der Serbe Lenktätigkeit ausgeübt hatte, ohne dass seine Fahrerkarte im Kontrollgerät gesteckt war. Die handschriftlichen Aufzeichnungen hierzu, um mit seinem Spediteur abrechnen zu können, wurden in der Fahrerkabine aufgefunden und einbehalten.

Einbehalten wurde auch ein Schlagring, der den Fahrer mit sich führte. Es handelte sich hierbei um einen verbotenen Gegenstand nach dem Waffengesetz. Der Serbe wurde im späteren Verlauf wegen Verstösse gegen die ausländerrechtlichen Bestimmung und gegen das Fahrpersonalgesetz, sowie wegen des Verstosses gegen das Waffengesetz zur Anzeige gebracht.

Er durfte bei der Polizei eine Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren hundert Euro hinterlegen, um die Durchführung des Strafverfahrens sicherstellen zu können. Doch damit nicht genug. Die slowenische Spedition konnte keine Genehmigung für den Gütertransport vorweisen.

Im Zuge der weiteren Überprüfungen wurde festgestellt, dass für die slowenische Sattelzugmaschine keine Versicherung gegeben war. Ebenso war keine Versicherung für den österreichischen Auflieger vorhanden. Der Auflieger unterlag auch, trotz des angebrachten Kennzeichens, keiner regulären Zulassung mehr. Der Auflieger und das österreichische Kennzeichenschild waren seitens der österreichischen Behörden bereits gesucht worden.

In Bezug auf den Auflieger liegt bereits der Verdacht der Unterschlagung durch die slowenische Spedition zum Nachteil einer österreichischen Firma vor. Hinsichtlich der Sattelzugmaschine gilt es dies noch abzuklären.  

Die Sattelzugmaschine und der Auflieger wurden stillgelegt. Die entsprechenden Ermittlungen gegen den Spediteur der slowenischen Firma wurden eingeleitet.

Pressemeldung der VPI Traunstein