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Skitourengeher nennt falschen Berg: Bergwacht Ramsau sucht drei Stunden vergeblich

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All-Terrain-Vehicle (ATV) der Bergwacht auf winterlicher Forststraße (Symbolbild). Foto: Leitner/BRK BGL

Ramsau/Forst Hintersee – Zwölf Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau suchten am Samstagnachmittag, 20. März, über drei Stunden vergeblich nach einem gestürzten Skitourengeher. Wie sich herausstellte, suchten die Einsatzkräfte auf dem falschen Berg.


Als um kurz nach 14 Uhr der Notruf des Mannes einging, der sich alleine bei stürmischen Schneeböen, wechselnder Bewölkung und zeitweise schlechter Sicht verstiegen und bei einem Sturz am Rücken verletzt hatte, war eine Ortung seines Handys trotz mehrerer Versuche nicht möglich. Am Telefon gab der Mann der Bergwacht gegenüber an, dass er im Ofental sei, wobei er keine spezifischeren Angaben machen konnte. Ein Voraustrupp brach mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) und eine weitere Mannschaft mit dem Pinzgauer ins Klausbachtal auf.

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Das ATV schaffte es trotz des für Ende März sehr vielen Neuschnees über den alten Ofentalforstweg weit nach oben und pendelte anschließend die Mannschaft aus dem Klausbachtal nach oben, so dass der weitere Aufstieg mit Skiern verkürzt werden konnte. Die zur Suche und Rettung angeforderte Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ kam im Schneesturm nur bis zum Mauthäusl bei Weißbach an der Alpenstraße und musste wegen der schlechten Sicht zur Station zurückkehren. Die Bergretter stiegen bis auf 1.700 Meter auf, konnten aber weder den Mann noch irgendwelche Skispuren finden.

Der Verstiegene gab in einem weiteren Anruf bekannt, dass er seine Aufstiegsspur wieder gefunden hätte und selbst abfahren würde, weshalb auch die Suchmannschaft in der Annahme abfuhr, dass der Verstiegene weiter unterhalb sein müsste. Die Retter suchten deshalb noch den Forstbegang- und den Sittersbachsteig erfolglos ab.

Die Einsatzkräfte fanden den Mann dann in seinem Wohnmobil am Hirschbichl-Parkplatz südwestlich des Hintersees, wobei er nicht medizinisch versorgt werden musste. Er war offenbar ohne Ziel mit dem Skiern losgegangen und dann umgekehrt als ihm die Kraft ausging. Während der Abfahrt stürzte er im Steilgelände und setzte einen Notruf ab. Eine Skitouren-Gruppe aus Bad Reichenhall, die ebenfalls am Vorderberghörndl unterwegs war, entdeckte ihn und half ihm durch das Gelände bis zur Forststraße.

Zwölf Bergretter waren bis 17.30 Uhr gefordert und froh, dass der Einsatz gut ausgegangen war, da die Situation vor allem aufgrund der kalten Witterung für den Alleingeher nicht unkritisch war.

fb/red

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