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Sieg in Berlin: Haie gleichen in Playoff-Finalserie aus

Torjubel
Die Kölner freuen sich mit dem Torschützen Charlie Stephens (3.v.l.) über das 3:1 für die Haie. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Zweikampf
Jens Baxmann (r) von den Eisbären kommt nicht an Kölns Torhüter Danny aus den Birken vorbei. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Bären-Treffer
Der Berliner Torschütze Ryan Caldwell (r) freut sich mit den Kollegen über seinen Treffer. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Gehalten
Berlins Goalie Rob Zepp (l) kann den Puck halten. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Streit
Auf dem Eis kommt es zwischen den Eisbären und den Kölner Haien zu einer Rangelei. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Eingekreist
Der Berliner Darin Olver (M) wird von drei Kölnern attackiert. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Bande
Der Berliner Mark Katic (r) drängt den Kölner Andreas Falk an die Bande. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die Kölner Haie haben im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft den Ausgleich geschafft. Der Meister von 2002 siegte am Dienstagabend mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) bei Titelverteidiger Eisbären Berlin und sorgte damit im Playoff-Finale für das 1:1.


Kurios: Bereits zum sechsten Mal gewann in dieser Spielzeit die Auswärtsmannschaft das Duell zwischen den beiden Top-Teams. Am Freitag kommt es in Köln zum dritten Spiel in der Best-of-Five-Serie.

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Marco Sturm hatte die Kölner vor 14 200 Zuschauern nach 61 Sekunden in Führung gebracht. Nur zwei Minuten später glich Ryan Caldwell zum 1:1 aus. Andreas Falk schoss das 2:1 für die Haie (9.), ehe Charles Stephens im Schlussdrittel den Endstand herstellte (42.).

«Das war heute wieder nur ein Spiel, am Freitag geht es weiter», warnte Haie-Coach Uwe Krupp bei «Servus TV». «Es ist noch ein langer Weg», fand auch Sturm, der zugleich aber unterstrich: «Der Sieg war enorm wichtig.» Berlins Verteidiger Frank Hördler blieb nach der Niederlage, durch die die Hauptstädter auch den in der Domstadt eroberten Heimvorteil wieder abgaben, relativ wortkarg. «Köln hat gut gestanden und sehr gut gespielt», meinte der Nationalspieler.

Die 14 200 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof erlebten eine sehr unterhaltsame Anfangsphase. Sie hatten kaum Platz genommen, da lag der Puck bereits im Tor der Eisbären. Sturm schoss nach die Kölner aus dem Getümmel heraus 1:0 in Führung. Es war bereits das fünfte Playoff-Tor des früheren NHL-Stars. Nur zwei Minuten später bewiesen die Berliner ihre Powerplay-Stärke: Caldwell glich in Überzahl mit einem abgefälschten Schuss zum 1:1 aus.

Beide Teams spielten weiter flott nach vorne. Im ersten Drittel trafen jedoch nur die sehr aggressiv auftretenden Kölner noch einmal: Der Schwede Falk, der schon in Spiel eins zweimal getroffen hatte, durfte jubeln. Vor dem Spiel hatte Krupp gemeint: «Wir müssen einen Weg finden, irgendwie an Torwart Rob Zepp vorbeizukommen.» In den ersten 20 Minuten klappte das mit zwei Treffern schon recht gut.

Im zweiten Drittel hielten Haie und Eisbären das spielerische und kämpferische Niveau aufrecht. Chancen gab es auf beiden Seiten - die beste durch Haie-Stürmer Alexander Weiß, der nur die Latte traf. Zepp und Kölns Goalie Danny Aus den Birken mussten mehrfach ihre Klasse beweisen. Das Publikum honorierte die ansehnliche Darbietung auf dem Eis mit Dauergesängen und rhythmischem Klatschen.

Der Schlussabschnitt begann mit einem Unterzahlspiel der Gastgeber, das die Haie eiskalt zum 3:1 durch Stephens' drittes Playoff-Tor nutzten. Der Treffer zeigte Wirkung beim Meister: Ohne klare Linie rannte er dem Rückstand hinterher. Der Druck nahm zwar stetig zu, und es gab auch einige Eisbären-Möglichkeiten, doch die Kölner verteidigten den Vorsprung geschickt.