Sieben Haftbefehle an einem Tag vollstreckt: Bundespolizei bringt drei Straftäter ins Gefängnis

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Foto: Bundespolizei Freilassing

Freilassing/Mühldorf - Die Bundespolizei hat am Donnerstag, den 4. März, insgesamt fünf mit Haftbefehlen gesuchte Personen festgenommen. Für drei von ihnen endete die Reise im Gefängnis, die beiden anderen konnten ihre bisher nicht bezahlten Geldstrafen begleichen beziehungsweise eine Sicherheitsleistung hinterlegen.


Am Donnerstagfrüh kontrollierten Bundespolizisten einen 38-jährigen Senegalesen am Bahnhof Freilassing. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass der Mann zur Festnahme aufgrund eines Einreise- und Aufenthaltsverbotes von der Ausländerbehörde Hamburg ausgeschrieben war.

Ermittlungen der Beamten ergaben, dass der Senegalese in der Vergangenheit bereits mehrfach unerlaubt eingereist war. Durch eine Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 6000 Euro konnte der Mann eine Untersuchungshaft abwenden. Die Bundespolizisten verweigerten ihm die Einreise nach Deutschland und übergaben ihn an die österreichischen Behörden.

Knapp zwei Stunden später stoppten Beamte der Bundespolizei am Grenzübergang Schwarzbach einen Reisebus. Als die Fahnder die Personalien der Reisenden mit den polizeilichen Fahndungssystemen abglichen, stellten sie fest, dass ein 32-jähriger Deutscher mit gleich zwei Haftbefehlen gesucht wurde: Wegen exhibitionistischer Handlungen und Diebstahls suchte die Staatsanwaltschaft München nach dem Mann. Da der 32-Jährige die verhängte Geldstrafe nicht zahlen konnte, brachten die Beamten ihn ins Gefängnis, wo er nun ein Jahr und sieben Monate absitzen muss.

Ähnlich erging es einem 34-jährigen Italiener, der am Vormittag mit dem Zug nach Deutschland über Freilassing einreisen wollte. Die Überprüfung seiner Personalien ergab ebenfalls zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Memmingen wegen Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der 34-Jährige konnte die Geldstrafe nicht begleichen. Die Polizisten lieferten auch ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Am Donnerstagabend informierte das Zugpersonal die Bundespolizei Mühldorf über einen zahlungsunwilligen Reisegast. Nach Ausschluss von der Fahrt überprüfte eine Streife der Bundespolizei den 25-jährigen Deutschen am Bahnhof Schwindegg. Beim Abgleich seiner Personalien stellten die Bundespolizisten den nächsten Haftbefehl fest. Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte muss der 25-Jährige noch eine Reststrafe von 92 Tagen aus einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten absitzen. Zudem erwartet den Mann noch eine Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen.

Kurz  vor Mitternacht übergab eine Streife des Zolls den letzten Haftbefehl dieses Tages an die Bundespolizei Mühldorf. Ein 32-jähriger Rumäne war wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz von der Staatsanwaltschaft  Weiden ausgeschrieben. Er konnte die geforderten 400 Euro zahlen und anschließend weiterfahren.

fb/red