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»Sie sind tragende Säulen unseres Gemeinwesens«

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Sie bekamen von Oberbürgermeister Christian Kegel (links) das Verdienstabzeichen für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement überreicht: Klaus Schneider, Paul Wolkersdorfer, Karl Irber, Manfred Thurner und Rudolf Hruschka (von links). (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Fünf Bürgern wurden am Freitagabend im großen Saal des Rathauses von der Stadt Traunstein für herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt. Oberbürgermeister Christian Kegel blickte in seiner Ansprache, zu der auch Freunde, Vereins- und Organisationsmitglieder der Geehrten geladen waren, zurück in seine Kindheit als Mitglied in zahlreichen Vereinen, in denen er damals einen großen Teil seiner Freizeit verbracht habe.


»Möglich war dies alles nur Dank des Engagements von Ehrenamtlichen. Sie schenken Zeit und Aufmerksamkeit, sie kümmern sich, sie sind für andere da – in den vielen Vereinen und Verbänden, Einrichtungen und Organisationen, die es in unserem Land gibt.«

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Ehrenamtliche seien für ein funktionierendes Gemeinwohl und als Vorbilder für die Gemeinschaft unerlässlich. An die Geehrten richtete er seinen Dank und sagte: »Ihr Engagement ist besonders, sie leisten seit Jahrzehnten einen Beitrag dazu, dass unsere Stadt lebens- und liebenswert ist.« Das Stadtoberhaupt begrüßte die Geehrten Rudolf Hruschka, Karl Irber, Klaus Schneider, Manfred Thurner und Paul Wolkersdorfer. In seinen Dank schloss er auch die Angehörigen ein: »Hinter jedem Ehrenamtlichen steht in der Regel ein Partner, eine Familie, die das Amt mittragen, die nicht selten zurückstecken müssen, um Freiraum für das freiwillige unentgeltliche Engagement zu schaffen.«

Das Verdienstabzeichen samt Ehrenurkunde erhalten laut Satzung der Stadt Traunstein Personen, die 20 Jahre oder mehr verdienstvoll und ehrenamtlich führend in Vereinen, Verbänden oder kirchlichen Einrichtungen tätig sind. Verschiedene Vereine, Kirchen und Organisationen haben einen entsprechenden Antrag an die Stadt gestellt.

Rudolf Hruschka

Für außerordentliche Verdienste und besondere Leistungen im Ehrenamt erhielt Rudolf Hruschka das Verdienstabzeichen der Stadt in Silber. Hruschka ist seit Jahrzehnten in der Vorstandschaft des Vereins der Evangelischen Freikirche tätig und bringt sich aktiv in die Gottesdienstleitung, sowie die Kinder- und Jugendarbeit ein. Auch in der neu gegründeten Pfadfinderarbeit der Royal Rangers ist er als Mitarbeiter tätig. »Er ist über die Jahre nicht nur eine Vaterfigur für viele geworden, sondern auch für die Kinder und die Erwachsenen ein beständiges, verlässliches Vorbild über Jahrzehnte« heißt es vonseiten der Evangelischen Freikirche.

Klaus Schneider

Bäckermeister Klaus Schneider war in der Bäcker-Innung Traunstein fast 25 Jahre als Obermeister der Handwerkervereinigung tätig und repräsentierte seinen Berufsstand. Sein Engagement als Vorsitzender im Gesellenprüfungsausschuss ist ein »verantwortungsvoller Beitrag zur Nachwuchsbildung« wie es in der Antragsbegründung der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land heißt. Oberbürgermeister Kegel fügte noch ein weiteres Ehrenamt hinzu: Seit November vergangenen Jahres sitzt Schneider als Nachrücker im Traunsteiner Stadtrat.

Manfred Thurner

Auch das Jahrzehnte lange Engagement von Manfred Thurner wurde gewürdigt. Thurner unterstützt bereits seit 1983 die Pfarrei Heilig Kreuz in der Kirchenverwaltung, seit 1997 hat er das Amt des Kirchenpflegers inne und unterstützt den Vorstand maßgeblich bei der Verwaltung des Vermögens der Kirchenstiftung. Er habe sich in den vergangenen Jahrzehnten die Anerkennung der Mitglieder von Kirchengemeinde und -verwaltung gleichermaßen erarbeitet und verdient.

Paul Wolkersdorfer

Das Verdienstabzeichen in Silber wurde ebenso an Paul Wolkersdorfer verliehen, der vom GTEV Eschenwald Rettenbach vorgeschlagen und als »Herz und Seele des GTEV Eschenwald Rettenbach« bezeichnet wurde. Seit 1975 als Mitglied beim GTEV war er 40 Jahre in der Vorstandschaft des Trachtenvereins aktiv. Das Ehrenamt als Vorstand gab er im vergangenen Jahr nach 20-jähriger Aktivenzeit ab. Zuvor hatte er weitere Ehrenämter inne.

Karl Irber

Karl Irber wurde von der Volkshochschule Traunstein vorgeschlagen und erhielt das Verdienstabzeichen in Gold. Irber wurde 1983 als Mitglied in den ausschließlich ehrenamtlich wirkenden Vorstand der VHS gewählt. Als damaliger Leiter der Staatlichen Berufsschule II galt sein besonderes Interesse den Kurs- und Seminarangeboten für die kaufmännische Aus- und Fortbildung. Der Oberstudiendirektor beriet die Programmleitung sachkundig und maßgeblich. 1990 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden der VHS gewählt. Später übte er über 14 Jahre das Amt des Ersten Vorstands aus, seit dem Jahr 2013 ist Irber wieder Zweiter Vorsitzender. Die zukunftsorientierte Fortentwicklung der VHS und die Erwachsenenbildung habe er mit Sachverstand und Weitblick begleitet und geprägt.

Den Würdenträgern wünschte Kegel »weiterhin viel Freude und Energie für ihre ehrenamtlichen Aufgaben. Mögen viele Menschen ihrem guten Beispiel folgen. Die Gesellschaft braucht das Ehrenamt dringender denn je.« Die Leinhax-Musi, Preisträger beim Singen und Musizieren um den Traunsteiner Lindl im Jahr 2013, sorgten für musikalische Untermalung. Vor dem gemeinsamen Essen trugen sich die Geehrten noch in das Ehrenbuch der Stadt Traunstein ein. awi