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Sicherheitswacht ab Juni in Traunstein auf Streife

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Foto: dpa/Symbolbild

Immer mehr Städte und Kommunen in der Region entschließen sich gemeinsam mit der Polizei eine Sicherheitswacht ins Leben zu rufen – auch in Traunstein ist sie nun fix.


Unter dem Motto „Bürger schützen Bürger“ haben inzwischen bereits mehr als 40 Ehrenamtliche in Rosenheim, Burghausen, Burgkirchen, Freilassing und in Schongau Verantwortung übernommen. In den Städten Traunstein und Waldkraiburg wurde die Bewerberauswahl für die Sicherheitswacht inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Geht es nach dem Wunsch von Polizeipräsident Robert Kopp, sollen noch weitere Sicherheitswachten im südlichen Oberbayern künftig dazukommen.

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Foto: Polizeipräsidium OBS

Welche Befugnisse hat die Sicherheitswacht?

Hilfspolizisten sind die Angehörigen der Sicherheitswacht nicht. Ihnen stehen grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten zu, wie jedem anderen Bürger auch. Das reicht von der Festhaltung eines auf frischer Tat betroffenen Straftäters, bis hin zum Recht auf Notwehr und Nothilfe für andere Bürger. Darüber hinaus können Angehörige der Sicherheitswacht Personen anhalten, sie befragen und ihre Personalien feststellen, sofern dies zur Gefahrenabwehr notwendig ist. Außerdem können sie bei Gefahr im Verzug einen Platzverweis erteilen. (gem. Gesetz über die Sicherheitswacht in Bayern)

„Die Öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten ist nicht alleine Auftrag an die Polizei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dieser Kerngedanke soll durch das ehrenamtliche Engagement von Frauen und Männern in einer Sicherheitswacht allen Bürgern bewusst werden. Die Grundidee dazu lautet: Bürger schützen Bürger, denn Sicherheit geht alle an!“, so Polizeipräsident Robert Kopp. „Die Angehörigen der Sicherheitswacht fungieren dabei als wichtiges Bindeglied zwischen Polizei und Bevölkerung. Sie sind an zentralen öffentlichen Plätzen anzutreffen und dadurch als Ansprechpartner für die Sicherheitsanliegen der Bürgerinnen und Bürger da.“

Die Sicherheitswacht verbessert das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Öffentlichkeit. Dass die Sicherheitswacht aber auch tatsächlich „Sicherheit schafft“, beweist sie beinahe tagtäglich: Ladendiebe wurden bei Diebstählen beobachtet und zur Anzeige gebracht, betrunkene Verkehrsteilnehmer „aus dem Verkehr gezogen“, und randalierende Jugendliche festgestellt und weitergemeldet.

Wie ist die Sicherheitswacht ausgestattet?

Die Angehörigen der Sicherheitswacht sind für jedermann gut erkennbar: Sie tragen dunkelblauen Jacken mit der Aufschrift „Sicherheitswacht“ und einem Armelabzeichen mit dem bayerischen Staatswappen bzw. im Sommer ein stilgleiches Polohemd.
Jeder Mitarbeiter führt einen personalisierten Ausweis und zum Zweck der Selbstverteidigung ein Reizgasspray mit. Um Kontakt mit der Polizei aufnehmen zu können, sind die Streifenteams mit einem Digitalfunkgerät ausgerüstet.

Der Polizeipräsident formuliert die Stellung der Sicherheitswacht in unserem Gemeinwesen so: „Wir sind als Polizei auf ein Klima des Vertrauens und eine Kultur des Hinsehens in unserer gesamten Gesellschaft, angewiesen. Die Sicherheitswacht hat hier eine ganz wichtige Vorbildfunktion für die Bevölkerung, bei Straftaten hinzusehen, sofort die Polizei zu verständigen und sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen.“

Dass genau das funktioniert, zeigt die Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Es stimmte aufgrund des großen Erfolgs im vergangenen Jahr dem Antrag des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf eine Erhöhung der Einsatzstärke der Sicherheitswacht in Freilassing von sieben auf zehn Stellen zu.

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Foto: Polizeipräsidium OBS

Wer mit „echten Sicherheitswachtlern“ einmal direkt ins Gespräch kommen möchte, der hat dazu am folgenden Wochenende die Möglichkeit. Beim „Tanz in den Mai“, dem „Ball für Bürger und Polizei“, werden Angehörige der Sicherheitswacht im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums in Rosenheim am Sonntagabend, 30. April 2017, ab 19 Uhr, interessierten Bürgerinnen und Bürgern gerne von ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit berichten.

„Mehr Augen und Ohren im öffentlichen Raum bedeuten noch mehr Sicherheit auf unseren Straßen und Plätzen. Ich würde mich freuen, wenn sich viele couragierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, getreu unserem Motto „Sicherheit im Herzen – Zukunft im Blick“, in Zukunft für die Sicherheitswacht melden würden“, so Kopp.

Viel Wissenswertes zum Thema Sicherheitswacht erhalten sie im Internet unter: Polizeipräsidium Oberbayern Süd – Sicherheitswacht.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums OB Süd