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Sicherheitsmängel in Inzeller Schule festgestellt

Inzell. Der stellvertretende Schulleiter Helmut Ripper erläuterte dem Inzeller Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Ergebnis einer von der Schulleiterin Elke Libawski eingeleiteten Sicherheitsüberprüfung in der Grund- und Mittelschule. Kriminalbeamte hatten hier ein »sehr hohes Sicherheitsrisiko« festgestellt.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen können aber, nach Einschätzung des Konrektors und des Hausmeisters Heinrich Plenk, mit relativ einfachen und kostengünstigen Sofortmaßnahmen größtenteils behoben werden. Unumgänglich sind dafür allerdings größere Umzugsmaßnahmen im Gebäude selber. So wird zum Beispiel die Sing- und Musikschule ins Erdgeschoß und die erste Etage des Altbaues der Schule umziehen.

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Eine Empfehlung der Kriminalpolizei war es, die Musikschule von den übrigen Räumen zu trennen und mit einem eigenen Eingang zu versehen. In einer Besprechung mit deren Leiter Heinrich Albrecht, mit Bürgermeister Martin Hobmaier und den Verantwortlichen der Schulen wurde festgelegt, dass die Musikschule künftig das komplette Erdgeschoß des Altbaues und je einen Raum im Keller und im ersten Obergeschoß belegen kann. Vier Klassenzimmer und das Lehrerzimmer befinden sich in Zukunft ebenfalls im 1. Stock. Dort werden eine erste, eine zweite und, nach positiver Bewertung durch die Eltern, eine Kombiklasse eingerichtet. Die Klassen drei bis sechs finden Platz im neueren Querbau. Der Haupteingang befindet sich dann an der Nahtstelle zwischen Alt- und Querbau, dort wo jetzt der Eingang zur Musikschule ist.

Der jetzige Haupteingang an der Schulstraße wird komplett geschlossen. Der Zugang zur Mittagsbetreuung und zur Musikschule erfolgt dann von der Kindergartenseite. So können die Bereiche zwischen den Feuerschutztüren auch gut getrennt werden. Angeregt wurde zudem, das Sekretariat in den Eingangsbereich zu verlegen, damit dieser Bereich eingesehen werden kann. Grundsätzlich ist der Haupteingang von 7.30 Uhr bis 8 Uhr geöffnet. Danach kann man das Sekretariat bis 11.15 Uhr über eine Sprechanlage an der Eingangstüre erreichen. Darüber hinaus kann der Konrektor über eine, an der Tür kommunizierte Handynummer erreicht werden. Alle Außentüren erhalten sogenannte Panikschlösser mit einem computergesteuerten Schließsystem. Zusätzlich erhalten alle Leuchten im Gebäude Bewegungsmelder. Im Inneren müssen laut Hausmeister lediglich drei Türen mit neuen Sicherheitsschlössern ausgestattet und kleinere Umbaumaßnahmen durchgeführt werden.

Unverständlich war es für einige Gemeinderäte, warum diese Mängel nicht schon in den letzten Jahren erkannt wurden. Ripper sagte dazu, dass es bei den betreffenden Stellen bisher einfach »durchgewunken« worden ist. Im Konsens zwischen Gemeinderat und Schulleitung wurde abschließend vereinbart, die Lage nach den genannten Maßnahmen nochmals anschauen zu lassen, um die größtmögliche Sicherheit für Schüler und Lehrer bieten zu können. wb