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SG Schönau schlägt österreichischen Viertligisten

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Die SG Schönau präsentierte sich auch bei ihrem 2:0-Sieg gegen den FC Puch in guter Form. (Foto: Christian Wechslinger)

Die SG Schönau überzeugte auch bei ihrem fünften Auftritt in der Saisonvorbereitung gegen den österreichischen Viertligisten FC Puch. Die technisch versierte Elf von der Salzach wusste sich am Samstag im Schneewinkl gegen die auf allen Positionen stark besetzte SG Schönau nicht durchzusetzen. Die Nachbarn zeigten sich zwar ballsicher und zweikampfstark mit mehr Ballbesitz, konnten die Schönauer aber in keiner Phase des guten Spiels ernsthaft gefährden. Mann des Spiel war Youngster Julian Kastner, der nicht nur gekonnt den Führungstreffer auflegte, sondern auch mit einer Direktannahme für das 2:0 und die Entscheidung sorgte.


Von Beginn an sahen die 50 trotz des ungemütlichen Wetters gekommenen Zuschauer ein auf technisch hohem Niveau stehendes Spiel. Die Pucher wussten zunächst immer eine Antwort auf die Schönauer Versuche. Diese wurden nämlich immer wieder von der kompakt und kompromisslosen Pucher Abwehr geblockt oder endeten in mehreren Abseitsstellungen. So blieben prickelnde Torraumszenen zunächst lange Zeit aus. Erst Außenverteidiger Julian Kastner knackte in der 23. Minute den Pucher Abwehrriegel, als sich der talentierte und physisch starke Abwehrspieler über die rechte Seite vehement durchsetzte, bis an die Grundlinie lief und eine butterweiche Flanke exakt auf Michael Rasp servierte, der keine Mühe hatte, per Kopf das 1:0 zu erzielen. In der Folge wurden die Schönauer Angriffe gefährlicher, wenngleich die letzte Präzision fehlte. So ging es mit 1:0 für die SG Schönau in die Kabinen.

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Im zweiten Abschnitt bot sich das gleiche Bild. Die Schönauer mussten alles geben, um die gut kombinierenden Gäste nicht zu Torschüssen kommen zu lassen. Wenn dann doch einmal ein Schuss Richtung Schönauer Tor flog, zeigte der junge Keeper Franz Lenz, dass auf ihn Verlass ist. Mit großer Souveränität hielt Lenz seinen Kasten sauber. Obwohl die Schönauer in den letzten sechs Tagen drei Spiele absolviert haben und konditionell an ihre Grenzen geraten sind, gelang in der 73. Minute das 2:0. Dieses Mal tankte sich Rade Kocic über den Flügel durch und servierte ideal auf den mitgelaufenen Außenverteidiger Julian Kastner, der die Kugel mit einer Direktannahme vehement in die Maschen haute.

Trotz druckvollen Spiels der Gäste brachte die SG Schönau den Vorsprung sicher über die Zeit. »Jetzt gilt es noch an der Spritzigkeit zu arbeiten, dann können wir gut vorbereitet in die Frühjahrsrunde starten«, erklärte ein sichtlich zufriedener Schönauer Trainer Thomas Meißner.

Der neuerliche Sieg gegen einen starken Gegner ist umso bemerkenswerter, als mit Toni Hölzl (beruflich unterwegs), Lukas Klaus (krank) und Stefan Weinbuch (verletzt) gleich drei wichtige Führungsspieler gefehlt haben. Zudem standen mit Schlussmann Christian Thurner (beruflich unterwegs), Jörn Herdecke (Urlaub), Christian Lindner (Urlaub), Markus Lochner (verletzt), Luka Moric (beim Aufwärmen schwer verletzt) und Marius Tugui (verletzt) sechs weitere Spieler nicht zur Verfügung. Mit dabei war jedoch wieder der wichtige Mittelfeldspieler Daniel Maier, der wie seine Nebenleute eine starke Leistung ablieferte.

Am kommenden Samstag erwartet die SG Schönau um 14 Uhr den SK Adnet, der an der zweiten Stelle der Salzburger Liga rangiert und ein echter Gradmesser werden sollte. Eine Woche später beginnt mit dem Heimspiel gegen den SV Kay sodann die Frühjahrsrunde. Trainer Thomas Meißner wird aber trotz der erfreulich guten Vorbereitungsspiele seine Leute etwas herunterholen müssen. Denn Testspiele sind kein echter Gradmesser für die härtere Gangart in der Meisterschaft. Zudem wird sich das neue Luxusproblem fortsetzen, mit welcher Formation die SG Schönau ins Spiel gehen soll. Denn derzeit kann der Trainer mit 17 Akteuren für die erste Mannschaft aus dem Vollen schöpfen. Mindestens drei Spieler werden somit beim Auftakt zusehen müssen.

SG Schönau: Franz Lenz, Julian Kastner, Florian Popp, Daniel Widl, Sebastian Rabenbauer, Jakob Zrakic, Lukas Laue, Michael Rasp, Daniel Maier, Raphael Handke, Sebastian Wessels, Rade Kocic, Michael Hirtl-Stanggaßinger, Markus Schwab, Ahmad Hawramani. Christian Wechslinger