weather-image
14°

Sehenswerte Ausstellung »Unterwegs«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Malereien, Zeichnungen, Radierungen und Schwemmholzobjekte von Gisa Beyreuther und Irmelind Klüglein sind noch bis zum 30. Mai zu sehen. (Foto: Müller)

Zum zweiten Mal nach 2011 stellen die Bergener Künstlerinnen Irmelind Klüglein und Gisa Beyreuther ihre Werke gemeinsam in der Schlossökonomie Grabenstätt aus. Zu bestaunen gibt es in ihrer Ausstellung »Unterwegs« noch bis Dienstag, 30. Mai, facettenreiche Acryl- und Aquarell-Malereien, feine Zeichnungen und Radierungen sowie fantasievolle Schwemmholzobjekte.


Es sei immer eine »besondere Freude« in der Schlossökonomie ausstellen zu dürfen, meinte Irmelind Klüglein bei der Ausstellungseröffnung. »Ich wandere gerne durch Wiesen, Wälder, am Chiemsee-Ufer und an Flussläufen entlang und lasse mich zu meiner Kunst inspirieren«, beschrieb Klüglein ihre dritte Leidenschaft neben dem Märchenerzählen und dem Langlaufsport. Wenn ihr in der Natur ein besonderes Altholz ins Auge steche, nehme sie es mit, lasse es auf sich wirken und dann werde es, wenn überhaupt, nur ganz dezent und minimalistisch bearbeitet, um ihm einen gewissen Sinn und eine Aussage zu geben, so Klüglein, die auch einige ihrer Zeichnungen ausstellt.

Anzeige

»Wir haben beide einst in München Sport und Kunst studiert, haben uns dann aber erst Anfang der 80er Jahre in Bergen kennengelernt und einige Gemeinsamkeiten entdeckt«, erinnerte sich Beyreuther, die seit über 30 Jahren Mitglied der Künstlergruppe Frauen-Art ist. Beim Spazierengehen und Bergsteigen habe sie immer ein Skizzenbuch dabei, um Eindrücke festzuhalten und dann zu Hause im Atelier entsprechend künstlerisch umzusetzen, so Beyreuther. Gerne malt sie heimische Landschaften, aber auch das afrikanische Namibia hat es ihr angetan, denn dort hat sie früher einmal gelebt.

Für ein besonderes Vernissage-Erlebnis sorgte Klüglein als sie zu außergewöhnlichen Klängen (Obertongesang zu Monochord) das Märchen von der magischen Knochenfrau erzählte, die tote Wölfe zu neuem Leben erweckt. Die beiden Künstlerinnen standen den Gästen noch lange Rede und Antwort.

Geöffnet hat die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags auch von 14 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung unter Telefon 08662/8888 (Beyreuther) beziehungsweise unter Telefon 08662/5449 (Klüglein). Markus Müller