weather-image
28°
Ehemalige Schulleiterin der Bad Reichenhaller Berufsschule für Krankenpflege gewürdigt

Schwester Hergard feiert goldenes Ordensjubiläum

Bad Reichenhall – Schwester M. Hergard Reisinger, ehemalige Schulleiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege in Bad Reichenhall, feierte kürzlich im Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf ihr goldenes Professjubiläum gemeinsam mit 49 Mitschwestern in einer feierlichen Messe. Dem schloss sich eine weitere Feier mit Festmesse an, die in Schwester Hergards Konvent, im Exerzitien- und Bildungshaus »Haus Werdenfels« in Nittendorf bei Regensburg, stattfand.

Schwester Hergard kehrt gerne ins Berchtesgadener Land zurück, unter anderen zum Bergwandern auf das Hochschwarzeck. Foto: privat

Schwester Hergard Reisinger trat am 4. August 1952 in das Kloster Mallersdorf ein. Hier begann sie nach der Realschule ihre berufliche Ausbildung in der Frauenfachschule, die sie als Lehrerin für Hauswirtschaft und Handarbeit erfolgreich beendete. Während ihres Noviziats wurde sie von der Generaloberin gefragt, ob sie sich eine weitere Ausbildung vorstellen könne. So begann sie 1962 ihre Ausbildung zur Krankenschwester an der Berufsfachschule für Krankenpflege im Städtischen Krankenhaus Bad Reichenhall. Im Jahr 1964 legte sie auch die erste Profess ab.

Anzeige

Direkt nach der dreijährigen Ausbildung folgte die pädagogische Ausbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe und die Qualifikation zur Schulleiterin in Köln und München. Die Stelle der Schulleiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege in Bad Reichenhall hatte Schwester Hergard von 1966 bis 2000, also 34 Jahre, inne. Während dieser Zeit ermöglichte sie vielen jungen Menschen, vor allem aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein, einen guten Start in das Berufsleben. Auch war sie viele Jahre Vikarin, Vertreterin der Konventoberin, des Schwesternkonvents der Mallersdorfer Schwestern in Bad Reichenhall.

Seit 2000 arbeitet Schwester Hergard im Haus Werdenfels am Empfang und betreut dort ankommende und abreisende Gäste. In der Festansprache im Haus Werdenfels betonte Direktor Pfarrer Lesinski vor allem, dass Schwester Hergard durch ihre Art, »voll da zu sein«, ein Hoffnungszeichen für die Menschen ist. Dies betonen bei Klassentreffen ebenso ehemalige Schüler und Mitarbeiter der Berufsfachschule. »Durch ihre Vorbildwirkung, ihr Verständnis für junge Erwachsene und ihre Zuverlässigkeit ist Schwester Hergard eine Person, die in verschiedensten Lebens-, Ausbildungs- und Berufssituationen Lösungen und Klärungen gefunden hat.«

Ruhephasen findet Schwester Hergard bei ihren Besuchen im Berchtesgadener Land. Hierhin kehrt sie immer wieder gerne zurück und wandert auf bekannten und unbekannten Wegen. HS/AH