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Schwerer Unfall bei Autoslalom: Verantwortlichkeit noch nicht geklärt

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Weil ein Sportwagen beim Autoslalom am Königssee außer Kontrolle geriet, wurden sieben Zuschauer teils schwer verletzt. Ob für das Unglück jemand verantwortlich gemacht werden kann, muss jetzt die Staatsanwaltschaft Traunstein klären. (Foto: BRK BGL)

Schönau am Königssee – Gut drei Wochen nach dem schweren Unfall mit sieben, teils schwer Verletzten beim Autoslalom am Königssee, ist noch nicht klar, ob für das Unglück jemand verantwortlich gemacht werden kann.


»Unseren Zwischenbericht haben wir der Staatsanwaltschaft Traunstein übergeben«, sagte der Berchtesgadener Polizeichef Willi Handke auf Anfrage des »Berchtesgadener Anzeigers«. Zur Bewertung des Unfallhergangs gibt es unter anderem ein aus dem Unfallfahrzeug aufgenommenes Video, das den Crash zeigt. Die Staatsanwaltschaft wird sich nun mit der Frage beschäftigen, ob es vonseiten des Unfallfahrers oder des Veranstalters Defizite gab.

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Insgesamt waren am 10. Juni sieben Zuschauer teils schwer verletzt worden, als ein Sportwagen in einer 180-Grad-Kurve außer Kontrolle geriet. Das Fahrzeug durchbrach eine Siloballen-Begrenzung, wobei einer der Ballen in die Zuschauergruppe geschleudert wurde. Das Auto prallte noch gegen einige Zuschauer, schleuderte nach links weg und blieb nach rund 20 Metern beschädigt stehen. Nach Auskunft von Christian Irlinger, Vorstand des veranstaltenden MSC Schönau am Königssee, haben alle Verletzten das Krankenhaus längst wieder verlassen.

Weil der Unfallfahrer angegeben hatte, dass die Bremsen des Fahrzeugs nicht funktioniert hätten, ordnete die Staatsanwaltschaft ein technisches Gutachten an. Das am Königssee-Parkplatz stattgefundene Rennen gehörte zur Salzburger Landesmeisterschaft. Die fünfte Auflage am Königssee war vermutlich auch die letzte. Zwar wird letzten Endes der Gemeinderat darüber entscheiden. Bürgermeister Hannes Rasp ließ den Veranstalter allerdings bereits wissen, dass er sich eine Neuauflage im nächsten Jahr nicht vorstellen könne. UK