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Schwere Gegner für deutsche Clubs im Europapokal

Nyon (dpa) - Schwieriger ging es wohl nicht: Borussia Mönchengladbach hat bei der Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne in Dynamo Kiew einen schweren Brocken erwischt - genau wie der VfB Stuttgart in der Europa League.

Schwierig
Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre (M.) muss gegen Dynamo Kiew antreten. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa

Die Schwaben treffen in den Playoffs zur Gruppenphase auf ihren ehemaligen Stürmer Kevin Kuranyi und seinen russischen Club Dynamo Moskau. Hannover 96 bekam im schweizerischen Nyon den polnischen Meister Slask Breslau zugelost.

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Für Mönchengladbach ist der 26-malige ukrainische Meister und international renommierte Club aus Kiew eine große Herausforderung nach 16 Jahren internationaler Abstinenz. «Ich bin erschüttert. Das ist das schwerste Los und ein enorm starker Gegner. Aber das muss gemeistert werden», sagte Borussias Vize-Präsident Rainer Bonhof über die Auslosung für die Playoff-Spiele zur Champions-League-Gruppenphase.

In der heimischen Liga ist Dynamo bereits in die neue Saison gestartet und hat bislang vier Spiele absolviert. «Wir müssen es nehmen, wie es kommt, aber es ist keine Begeisterung in der Kabine aufgekommen», meinte Gladbachs Kapitän Filip Daems. Die Ukrainer, die am 21. August zunächst im Borussia-Park antreten müssen, haben den Vorteil des Heimrechts im Rückspiel, das am 29. August in Kiew stattfindet. Bekanntester Profi im Team von ist der ehemalige Hertha-Spieler Raffael.

Sollten sich die Gladbacher in Hin- und Rückspiel durchsetzen stünden sie erstmals in der Vereinsgeschichte seit Einführung der Champions League in der Gruppenphase. Im Falle der Niederlage ist die Teilnahme an den Gruppenspielen in der Europa League garantiert - die ist aber nicht nur sportlich, sondern auch finanziell deutlich weniger lukrativ.

In dem zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb sieht der VfB Stuttgart den alten Bekannten Kuranyi wieder. Die Vorfreude ist bei dem früheren deutschen Nationalspieler groß. «Ein Spiel gegen den VfB - das ist überragend», erklärte der Dynamo-Kapitän. «Das ist ein kleines Heimspiel für mich. Bei diesem Spiel werden viele Freunde und Verwandte von mir im Stadion sein. Die Roten bleiben immer ein besonderer Verein für mich», sagte der 30-Jährige.

Beim Hinspiel in Stuttgart werden bestimmt viele Fans besonders auf Kuranyi gucken, der aus der VfB-Jugend stammt und zwischen 2001 und 2005 in 99 Spielen 40 Tore für den Bundesligisten erzielen. Bruno Labbadia erwartet am 23. und 30 August interessante Duelle. «Das ist ein Hammer-Los, der schwerste Gegner in unserem Lostopf», sagte der VfB-Trainer.

Hannover will sich auch von Slask Breslau nicht vom Weg in die Gruppenphase aufhalten lassen. «Das ist kein einfaches Los. Wir sind gewarnt. Die sind überraschend polnischer Meister geworden. Aber unser Ziel hat sich nicht verändert: Wir wollen in die Europa League», verkündete Slomka.

Der Sieg vom Donnerstag in der dritten Qualifikationsrunde gegen die Halbprofis von St. Patrick's Athletic war schnell vergessen. Clubchef Martin Kind erinnerte an die vergangene Spielzeit, als die Niedersachsen bis ins Viertelfinale vorstießen. «Die vergangene Saison in der Europa League war von hervorragenden Leistungen und emotionalen Abenden geprägt - daran wollen wir anknüpfen», forderte Kind.