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Bei den Ramsauer Bäuerinnen gab es Schmalzgebackenes und regionale Produkte.

Schuhplattler, Schmankerl und gute Stimmung – Gelungenes Ramsauer Herbstfest beim Klausbachhaus

Ramsau – Gut besucht war das Ramsauer Herbstfest beim Klausbachhaus. Die Ramsauer Tanzlmusi spielte schneidig auf und Simon Hillebrand strapazierte die Lachmuskeln der Besucher mit lustigen Trinksprüchen und Witzen. Grußworte gab es von der Leiterin der Tourist-Info Ramsau, Martha Graßl. Sie freute sich über die vielen Besucher und dankte allen, die mitgeholfen hatten, das Herbstfest zu organisieren. Es gab musikalische Einlagen von Paul Assem und Christoph Friederich. Die beiden jungen Ramsauer spielten gemeinsam auf ihren diatonischen Ziehharmonikas und bekamen dafür viel Applaus.


Ramsauer Schmankerl wurden an den Ständen rund um das Klausbachhaus verkauft. So bot beispielsweise der Familienkreis Ramsau Kränze, Marmeladen, Zirbenlikör und Kräutersalze an. Der Verein Ramsau Regional e.V »heimisch & fair« ist ein Verein zur Förderung nachhaltiger regionaler Produktentwicklung. Sie haben Lebensmittel und Handwerk aus regionaler Erzeugung, größtenteils von kleinen Produzenten, vermarktet.

Der GTEV D'Achentaler kümmerte sich um den Bier-, Wein- und Schnapsausschank und bei der Freiwilligen Feuerwehr Ramsau konnte man Leberkäse und Bratensemmeln bekommen. Bei einem Infostand des Nationalparks gab es ein Kinderprogramm. Bastelaktivitäten und Spiele unterhielten die Kleinen. Töpferwaren bot Brigitte Gössinger und Häckelfiguren Veronika Stöckl zum Verkauf an.

Einem alten Holz ein »drittes Leben« geben, hat sich Franz Wurm aus Ramsau zur Aufgabe gemacht. Er hat aus altem Holz aus dem 17. Jahrhundert von der Taucherstube, unweit der jetzigen Moosenalm im Lattengebirge, Edelweiße, Gämsen und Herzen gefertigt. Die Taucheralm wurde abgerissen, das Holz mittig gesägt und diente dann über 50 Jahre als Holzverkleidung am Hirschkaser, bevor nun Franz Wurm ihm ein »drittes Leben« einhaucht. »Im Alter braucht man eine Beschäftigung«, lachte Franz und betonte gleichzeitig, dass er 50 Prozent seiner Einnahmen an die Bergwacht Ramsau spendet. Seine handgefertigten Produkte waren beliebt und während der Veranstaltung konnte Martha Graßl verkünden, dass bereits 400 Euro für die Bergwacht Ramsau zusammengekommen sind.

Die Besucher zückten ihre Handys und filmten fleißig, als die Jugendgruppe des GTEV D'Achentaler Schuhplattler und Trachtentänze aufführte. Alle Hände voll zu tun hatten die Bäuerinnen, welche wie immer ihren Stand gleich am Eingang des Klausbachhauses hatten. Ohne Unterbrechung produzierten sie die äußerst beliebten, weil sehr köstlichen, ausgezogenen Krapfen im schwimmenden Schmalz. Bei ihnen gab es außerdem Kaffee und selbst gebackenen Kuchen sowie belegte Brote mit regionalen Produkten.

Nach zwei Jahren Pause war es wieder ein gelungenes Fest und das Wetter spielte einigermaßen gut mit.

Bernhard Stanggassinger