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Schülerzahlen an Landkreis-Schulen bleiben nahezu gleich

Die Gesamtzahl der Schüler an den Gymnasien in Trägerschaft des Landkreises Traunstein wird im neuen Schuljahr nahezu gleich bleiben. Der Unterschied zum Vorjahr beträgt bei 3366   Kindern und Jugendlichen im Vorjahr zu den 3361   zum September 2012 lediglich fünf Schüler. Das berichtete Landrat Hermann Steinmaßl gestern dem Kreisausschuss. Die Zahlen bedeuteten: »Die Raumsituation an den Gymnasien bleibt weiterhin angespannt.« Bei den Realschulen wird die Schülerzahl insgesamt und gleichmäßig verteilt auf die einzelnen Schulen leicht sinken – um 64 von 3038 auf 2974. Die Ausschussmitglieder nahmen den Bericht ohne Gegenstimme zur Kenntnis.

Der Landrat und Kämmerer Karlheinz Thiel lieferten einen detaillierten Überblick über die einzelnen Schulen, zu denen zusätzlich indirekt auch das Landschulheim Schloss Ising gehört. Der Grund: Der Landkreis ist Mitglied des Trägerzweckverbands. Steinmaßl würdigte den engagierten Einsatz der neuen Schulleiterin, die in den Gemeinden kräftig werbe für einen Besuch dieser Schule.

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Schulen liegen im Plan

Kreiskämmerer Karlheinz Thiel untermauerte mit Zahlen, dass sich die Schulen unter dem Strich im Rahmen des den Planungen zugrunde liegenden Schulbedarfsplanes bewegen. Das Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein wird im kommenden Schuljahr 26 Klassen unterrichten – obwohl die schulaufsichtliche Genehmigung auf 22 Klassen basiert. Die Erweiterung des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums in Traunreut war nach Worten Steinmaßls »eine richtige Entscheidung, auch nach Wegfall einer Jahrgangsstufe mit dem G9«. Die Übertrittsquoten an die Gymnasien hätten sich wie erwartet entwickelt. Lediglich beim Chiemgau-Gymnasium Traunstein sei die mittlere Prognose etwas überschritten wegen der Besonderheiten der Einführungsklasse und des gebundenen Ganztagsangebots. Die Schülerzahl am Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg sei gering rückläufig, während sie an den anderen Gymnasien relativ konstant oder leicht steigend sei, so Steinmaßl. Ursache dafür seien starke Jahrgänge in den elften und zwölften Klassen. Unter dem Strich würden 100 Klassen, drei weniger als im Vorjahr, aus den Jahrgangsstufen fünf bis zehn gebildet.

Der Rückgang der Schülerzahl an den Realschulen verteilt sich nach Auskunft des Landrats auf alle vier Schulen des Landkreises, die in Marquartstein, Traunstein, Trostberg und Traunreut bestehen. Man rechnet mit 110 Klassen, zwei weniger als im laufenden Jahr. Die Raumsituation bleibt weiterhin angespannt.

40 Prozent Mittelschüler

Das Staatliche Schulamt rechnet mit 1337 Erstklässlern im September 2012, 100 weniger als 2011. Die Zahl der Schulanfänger wird wieder steigen auf etwa 1400 bis 1425 pro Jahr. Die Übertrittsquote nach der vierten Klasse an die Realschulen und Gymnasien liegt 2011 und 2012 bei 60 Prozent. Dieser Wert könnte sich noch etwas erhöhen in den kommenden Jahren. Der Landrat dazu: »Das bedeutet, dass derzeit 40 Prozent aller Schüler auf die Mittelschulen gehen. Diese Schulart bleibt die mit der größten Schülerzahl und damit neben Gymnasien und Realschulen ein tragender Pfeiler unseres Schulsystems.« Für die Berufsschulen lägen aktuell noch keine Zahlen vor. Er werde über die Entwicklung dort im Oktober informieren.

Eine neue staatliche Realschule wird nach Hermann Steinmaßl neben der bestehenden kommunalen Realschule in Prien errichtet. Man werde sehen, welche Auswirkungen das auf das Achental nach sich ziehe: »Möglicherweise wird es Verlagerungen geben.« kd