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Schreckmoment bei Man Citys Supercup-Sieg

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City holt den englischen Supercup
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Manchesters Raheem Sterling (r) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit seinen Mannschaftskollegen. Foto: Frank Augstein/AP Foto: dpa

Das sah nicht gut aus. Man-City-Coach Pep Guardiola stellt den vom FC Bayern umworbenen Leroy Sané im Supercup gegen den FC Liverpool auf. Doch kurz nach dem Anpfiff verletzt sich der Nationalspieler am Knie. Guardiola gab später leichte Entwarnung.


London (dpa) - Lange nach dem Schreckmoment ging Leroy Sané wortlos und nur noch leicht humpelnd mit einem Verband am rechten Knie zum Mannschaftsbus von Manchester City.

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Schon bei der Siegerehrung nach dem Sieg des englischen Fußball-Meisters und Pokalsiegers gegen den FC Liverpool im Supercup war der vom FC Bayern München umworbene Nationalspieler wieder mittendrin im Geschehen im Londoner Wembley-Stadion.

»Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich glaube, es ist nicht schlimm«, sagte City-Trainer Pep Guardiola am Sonntag nach dem 5:4 (1:1, 1:0)-Sieg im Elfmeterschießen seines Teams gegen den Champions-League-Gewinner. Das genaue Ausmaß der Verletzung kenne er aber nicht, fügte er hinzu. »Ich warte ab, was die Ärzte sagen«, betonte Guardiola, »aber ich glaube, ihm geht es gut.«

Im Spiel hatte es wesentlich dramatischer ausgesehen. Sogar Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erkundigte sich als einer der ersten nach Sanés Befinden, als der Man-City-Angreifer nach nur zwölf Minuten vom Rasen humpelte.

Die frühe Verletzung des 23-Jährigen war der Schreckmoment bei Citys Supercup-Triumph. Der Jungstar war im Zweikampf und Laufduell mit Liverpool-Verteidiger Trent Alexander-Arnold zu Fall gekommen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht griff er sich ans Knie. Nach einer mehrere Minuten dauernden Behandlung verließ er begleitet von den Teamärzten den Platz.

Auch beim Dortmunder 2:0 gegen den FC Bayern beim deutschen Supercup am Vorabend war Sané Gesprächsthema. Zu den neuesten Gerüchten über einen angeblich kurz bevorstehenden Wechsel sagte Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidžić allerdings so wenig wie möglich.

Trotz der anhaltenden Wechsel-Spekulationen für angeblich weit über 100 Millionen Euro setzte Guardiola am Sonntag auf Sané als linken Außenstürmer in der Startelf - mit den dramatischen Bildern als Folge. Aus deutscher Sicht geriet das Ergebnis zur Nebensache. Dabei bekamen die rund 78 000 Zuschauer im Wembley-Stadion eine überaus unterhaltsame Partie zwischen den beiden Spitzenteams zu sehen.

Sané war kaum ausgewechselt, als Raheem Sterling (12. Minute) in der als Community Shield bekannten Begegnung nach einen Freistoß den Führungstreffer für Man City erzielte. Den Ausgleich für die Reds besorgte der frühere Schalker Joel Matip (77.) per Kopf. Im Elfmeterschießen hielt Manchesters Keeper Claudio Bravo einen Schuss von Georginio Wijnaldum. Den entscheidenden Elfer für Titelverteidiger City verwandelte der für Sané gekommene Gabriel Jesus.

Zu der großen Sommer-Transfer-Saga um Sané hatte der frühere Bayern-Coach Guardiola bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitag noch Stellung genommen. »Niemand hat gesagt, dass er gehen will«, hatte der Spanier gesagt. »Er ist unser Spieler und wir wollen, dass er bleibt.« Zuletzt hatten mehrere Medien berichtet, dass Sané zu einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister bereit sei. Eine angebliche Einigung mit dem Spieler hatte der FC Bayern aber umgehend dementiert. Sané hat bei Manchester noch einen Vertrag bis 2021. Bei einem Transfer würde er zum mit Abstand teuersten Bundesliga-Spieler werden.