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Schnell in ein anderes Land

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Evo Morales
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Evo Morales sitzt mit der mexikanischen Flagge im Flugzeug. Foto: Marcelo Abrard/Twitter/NOTIMEX/dpa Foto: dpa

Gerade noch war Evo Morales der Präsident des Landes Bolivien. Doch plötzlich sitzt er im Flugzeug und flieht in ein anderes Land. Was ist passiert?


Ein Mann sitzt in einem Flugzeug und hält eine Fahne vor sich. Es ist die Fahne des Landes Mexiko. Doch irgendetwas passt hier nicht. Der Mann auf dem Foto hat bisher mit Mexiko gar nicht so viel zu tun gehabt. Denn eigentlich war Evo Morales Präsident eines anderen Landes: nämlich von Bolivien in Südamerika. Am Wochenende aber gab er bekannt, dass er die Aufgabe nicht länger machen werde.

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Das freute viele Menschen in Bolivien. Sie hatten seit einigen Wochen protestiert. Dabei kam es auch zu Gewalt. Viele Menschen waren wütend auf Evo Morales. Sie warfen ihm unter anderem vor, bei der Präsidenten-Wahl im Oktober betrogen zu haben. Damals hatte er sich sehr schnell selbst zum Sieger erklärt.

Zwar stellten sich auch Leute auf die Seite von Evo Morales. Doch viele Menschen unterstützten seine Gegner. Sogar die Chefs der Polizei und des Militärs in Bolivien forderten ihn auf zurückzutreten. Das ist eher ungewöhnlich. Denn eigentlich soll etwa die Polizei für Ordnung im Land sorgen.

Wirklich sicher konnte sich Evo Morales in Bolivien also auch nach seinem Rücktritt nicht fühlen. Der Präsident des Landes Mexiko erklärte: Das Leben von Evo Morales sei in Bolivien in Gefahr. Deshalb nimmt das Land den ehemaligen Präsidenten bei sich auf.

Auch wenn der Präsident nun weg ist, ist die Lage in Bolivien weiterhin ziemlich chaotisch. Es wurden zum Beispiel Häuser angezündet. In Bolivien will eine Politikerin nun eine neue Wahl vorbereiten. Soldaten und die Polizei wollen in der Zwischenzeit für Ordnung sorgen.