weather-image
29°

Schneeschuhlauf, Eiszapfen versenken, »Gesund im Mund«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
»Biathlon«-Sportler im Kurgarten.
Bildtext einblenden
Das »Zahnkrokodil« als Proband bei der Dentaluntersuchung. (Fotos: Jörg Tessnow)

Ein fester Bestandteil des Sportprogramms von Special Olympics ist das Wettbewerbsfreie Angebot (WBFA). Der Inklusionsgedanke stand hierbei im Mittelpunkt. In diesem Veranstaltungselement durfte jeder mitmachen oder mithelfen. Dadurch sollten die motorischen Grundlagen getestet und gefördert werden. Dabei haben sich 600 Helfende und 200 Teilnehmer angemeldet.


Bank aus Kabelklemmen

Für das Wettbewerbsfreie Angebot gab es im Kurgarten und im AlpenCongress einen Parcours, der aus zehn Mitmach-Stationen bestand. Die Teilnehmenden erhielten zu Beginn ihrer Aktivitäten eine Laufkarte, auf welcher sie die »Piste« verfolgen und die Herausforderungen abstempeln lassen mussten.

Anzeige

So hieß es zum Beispiel, Eiszapfen konzentriert zu versenken, einen »Eiswürfel«-Transport zu organisieren, eine Bank aus Kabelklemmen zu bauen oder die Sinne spezifisch aufzuwärmen. Reaktionsgeschwindigkeit erforderte das Kistenspiel »Schnelle Schneemänner«, Konzentration wiederum verlangte das Nageln.

Die sportlich authentischste Herausforderung für die Athleten waren der Schneeschuhlauf und der »Biathlon«. Da kein Schnee lag, musste dieser für die Veranstaltungstage extra organisiert werden. Die Station erwies sich als ein Höhepunkt des Parcours. Hintergrund aller Übungen war es, die Bereiche Wahrnehmung, Motorik und das sozial-emotionale Verhalten zu fördern. Ebenfalls sollten an jeder Station sowohl Erfolgserlebnisse als auch Freude an der Bewegung erzeugt werden.

Am Ende des Rundgangs wurden die Teilnehmenden für ihre Leistungen geehrt und erhielten als Auszeichnung Teilnehmerschleifen.

Gesunde Athleten

Zudem boten die Special Olympics parallel auch das sogenannte »Healthy Athletes«-Programm zur Gesundheitsförderung und Prävention an. Hier konnten die Athleten Beratungen und zielgruppenspezifische Kontrolluntersuchungen in Anspruch nehmen. Ziel des Programms war es, seinen Gesundheitszustand selbstständig einzuschätzen sowie Risiken besser zu erkennen.

Aus gegebenem Anlass wurde beim Gesundheitsprogramm in diesem Jahr verstärkt auf Elemente wie richtiges Händewaschen und auf das Einhalten von Hygienemaßnahmen hingewiesen. Im Verbindungstrakt vom AlpenCongress standen drei »Disziplinen« zur Verfügung: das Physiotherapieprogramm »FUN-Fitness – Bewegung mit Spaß«, das Zahn- und Mundgesundheitsprogramm »Special Smiles – Gesund im Mund« sowie »Health Promotion – Gesunde Lebensweise«. Alle Leistungen waren kostenlos.

Die Gesundheit in Verbindung mit Sport sollte durch diesen Programmteil an Transparenz gewinnen. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfenden wäre die Umsetzung in diesem Ausmaß allerdings nicht realisierbar gewesen. Bereits in den ersten Tagen konnten 514 Untersuchungen durchgeführt werden. Insgesamt erwarteten die Organisatoren nach Abschluss der Veranstaltungswoche mindestens 1000 medizinische Beratungen. Jörg Tessnow