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Schmerzensgeld für Bobfahrerin

Schönau am Königssee – Endlich Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 650 000 Euro nach jahrelangem Bangen und juristischem Tauziehen – mit einem gestern rechtskräftig gewordenen Vergleich vor dem Oberlandesgericht München (OLG) fand ein langwieriger Zivilrechtsstreit einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss.

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, am 29. November 2009, hatte ein schreckliches Unglück in der Kunsteisbahn Königssee die vielversprechende sportliche Karriere von Irina Skortsova, einer damals 20 Jahre alten russischen Bobfahrerin, jäh beendet. Beim Crash mit einem russischen Männerbob, der zeitgleich in der Eisrinne unterwegs war, erlitt die Russin lebensgefährliche Verletzungen, von denen sie bis heute nicht völlig genesen ist.

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Klägeranwalt Konstantin Ginsburg hatte in allen Verfahren Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von »mindestens einer Million Euro« gefordert, so auch vor dem OLG vor zwei Wochen (wir berichteten). In der vierstündigen Verhandlung ging er zurück auf 850 000 Euro und akzeptierte – unter Vorbehalt der Zustimmung seiner Mandantin – letztlich eine vom Gericht vorgeschlagene und vom deutschen Verband zu zahlende Vergleichssumme von 650 000 Euro, mit der alle Klagen und Forderungen erledigt sein sollten.

Irina S. hat sich damit zwischenzeitlich einverstanden erklärt, wie Vorsitzender Richter und OLG-Pressesprecher Wilhelm Schneider gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Auf den 66-jährigen Sportfunktionär kommen übrigens seitens des BSD keine Ersatzansprüche mehr zu. Das bestätigte sein Anwalt Hans-Jörg Schwarzer. Monika Kretzmer-Diepold