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Trotz Rückschlägen viel Optimismus bei der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH

Schlechte Saison – gute Stimmung

Ramsau – Die Winter- und Sommersaison des Jahres 2013/14 war schlichtweg eine Katastrophe für das Naturschneegebiet am Hochschwarzeck. Dennoch kam man durch die immense Arbeit vieler Helfer mit einem blauen Auge davon und blickt dank der guten letzten Monate schon wieder rosiger in die Zukunft. Bei der sehr gut besuchten Gesellschafterversammlung im Saal des Gasthauses »Oberwirt« berichtete Geschäftsführer Christian Riel über die Situation am Hochschwarzeck.

Die neu gewählten Beiräte der »Hochschwarzeck Bergbahn GmbH & Co. Beteiligungs KG« freuen sich mit Bürgermeister Herbert Gschoßmann (r.) und Geschäftsführer Christian Riel (M.) sowie den Bediensteten auf den Fortbestand der Sesselbahn und der Skilifte am Hochschwarzeck. (Foto: Wechslinger)

Riel ist stolz darauf, dass der Gesellschafterbetrieb am Hochschwarzeck nun schon seit zwölf Jahren läuft, obgleich manche Experten dem Projekt maximal fünf Jahre prophezeit hatten. »Wir haben uns doch bis jetzt gut über Wasser gehalten«, so der Geschäftsführer gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«.

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Nach einem auflockernden Filmbeitrag über die Rodelbahn »Hirscheckblitz« ergriff Beiratsvorsitzender Ewald Palzer das Wort. Er sprach von einem mageren Sommer und einem ebenso schlechten Winter 2013/14. Mit Blick auf die letzte Wintersaison, die mit zwei guten Monaten weitaus erfreulicher verlaufen ist, dankte Palzer auch dem SK Ramsau für die Durchführung der alpinen Klubmeisterschaften auf dem Hochschwarzeck.

Geschäftsführer Christian Riel sprach von einem schwierigen Jahr, in dem die Verantwortlichen an vielen Rädchen gedreht hätten, um durchzukommen. Dabei richtete Riel neben einem Dank an alle Bediensteten und weiteren Helfer auch Dankesworte an die Gemeinde mit Bürgermeister Herbert Gschoßmann. Trotz der schlimmen Wetterkapriolen konnte der Betrieb aufrecht erhalten werden.

Das Betriebsjahr 2014 bezeichnete Riel als das bisher schlechteste in der zwölfjährigen Gesellschaftergeschichte. Dennoch sei auch an schlechten Tagen der touristische Auftrag, den Betrieb aufrecht zu erhalten, gelungen. Zum Skifahren sei man jedoch im Winter 2013/14 nicht gekommen. Die Rodelbahn wurde durch den großen Einsatz aller Mitstreiter auf Biegen und Brechen stets hergerichtet und so hatte man es geschafft, das Minus in Grenzen zu halten.

Nachdem Georg Graßl beim Betrachten des Zahlenmaterials einen Fehlbetrag von 36 000 Euro ausgemacht hatte, klärte Riel die Versammlung darüber auf, dass diese Summe in 32 Kleinposten aufgeführt sei, die jederzeit eingesehen werden könne. Riel freute sich, dass der vergangene Februar der beste in der zwölfjährigen Gesellschaftergeschichte war.

Hausherr Siegfried Scheidsach führte die Neuwahlen der Beiräte durch und dankte zunächst allen Beteiligten für deren Arbeit für das Wintersportgebiet Hochschwarzeck, das für die Ramsau immens wichtig sei. Die Beiräte setzen sich künftig aus Sebastian Hackl jun., Josef Beer, Christian Resch, Ewald Palzer und stellvertretende Beirätin Monika Gschoßmann zusammen.

Bei den offenen Baustellen sprach Riel die problematische Parksituation auch durch die vielen Skitourengeher an und möchte dies mit Parkgebühren in den Griff bekommen. Wintersportler, die eine Karte erwerben, sollen die Parkgebühren auf ihre Karte angerechnet bekommen. Ferner müsse die Bergstation neu gestaltet werden, so Riel.

Tourismusamtsleiter Fritz Rasp klärte die Versammlung über den Sachstand bei der Bewerbung und den Titel »Bergsteigerdorf« auf und erwartet den Zuschlag dafür für den kommenden Herbst. Bernhard Heitauer aus Bischofswiesen betonte die immense Bedeutung des Wintersportgebiets Hochschwarzeck, das unbedingt erhalten werden müsse.

Schließlich diskutierten die Versammelten noch angeregt über die Zukunft des Wintersportgebietes Hochschwarzeck, an dem nicht nur viel Ramsauer Herzblut hängt. cw