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Schalkes Generalprobe für CL geglückt: Sieg in Fürth

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SpVgg Greuther Fürth - FC Schalke 04
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Schalkes Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (oben) gewinnt das Kopfballduell gegen den Fürther Edgar Prib. Foto: Bastian Ott Foto: dpa

Fürth (dpa) - Der FC Schalke 04 hat eine gelungene Generalprobe für das Comeback auf der Champions-League-Bühne gefeiert.


Trotz mangelhafter Chancenverwertung fuhr das Team von Trainer Huub Stevens einen 2:0 (0:0)-Sieg bei Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth ein und übernahm vorläufig Platz drei der Fußball-Bundesliga. Drei Tage vor dem Auftakt in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus sorgten ein Traumtor von Julian Draxler (48. Minute) und Lewis Holtby (88.) für den ersten Auswärtserfolg der Schalker in dieser Saison. Die Fürther kassierten vor 18 000 Zuschauern in der ausverkauften Trolli Arena ihre zweite Niederlage im zweiten Heimspiel.

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»Wir hätten mehr Tore machen können, die Chancen waren absolut da. Es war ein hartes Spiel, aber wir sind der verdiente Sieger«, bilanzierte Schalke-Verteidiger Benedikt Höwedes. »Es sind einfach Kleinigkeiten, die dann den Unterschied machen«, meinte Fürths Torwart Max Grün.

Dabei hatten die Gastgeber sich einen prominenten Talisman ins Stadion geholt: Der in Fürth geborene ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger drückte auf der Tribüne die Daumen und hatte auf einen 2:0-Sieg für seinen Lieblingsverein getippt. Zunächst aber übernahmen die Schalker das Kommando. Neuzugang Ibrahim Affelay, der als Ersatz für Jefferson Farfan sein Startelf-Debüt gab, sorgte gleich für Wirbel.

Die erste dicke Chance hatte Nationalspieler Draxler. Nach Flanke von Klaas-Jan Huntelaar kam er im Fürther Fünfmeterraum zum Kopfball, vergab aber kläglich. Das war das Signal für die Hausherren, die nun etwas besser ins Spiel fanden. Vor allem der von Schalke ausgeliehene Edu hatte einige gute Szenen und setzte in der 15. Minute einen Linksschuss aus 15 Metern nur knapp drüber.

Die klareren Chancen aber hatten die Gelsenkirchener. Huntelaar schoss zunächst völlig frei stehend aus zwölf Meter daneben (39.). Drei Minuten später scheiterte der Torschützenkönig der Vorsaison allein vor Grün am Fürther Keeper. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte strich dann ein Kopfball von Jones am Pfosten vorbei.

Kurz nach der Pause brach Draxler dann endlich den Bann, als sein herrlicher Fernschuss über Grün hinweg zur längst überfälligen Schalker Führung ins Tor segelte. Wirklich besser wurde die Partie aber auch durch den Treffer nicht. Die Gäste machten zu wenig aus ihrem großen Potenzial, auch wenn Affelay viele gute Ideen hatte.

Der Neuling mühte sich zwar redlich, wirkte aber wie schon beim 0:3 zum Saisonauftakt gegen den FC Bayern München oft überfordert. Viele Fehlpässe störten den Spielaufbau, gefährliche Angriffe waren eine Seltenheit. Daran änderte auch die späte Einwechslung des langjährigen Schalkers Gerald Asamoah nichts mehr.

Die Schalker hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen. Draxler und Huntelaar tauchten in der 75. Minute jeweils frei vor dem Fürther Tor auf, vergaben aber leichtfertig. Holtby machte dann nach einem Konter alles klar.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 44,7 - 55,3

Torschüsse: 9 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 40,4 - 59,6

Fouls: 18 - 14

Ecken: 5 - 4

Quelle: optasports.com