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Sauber-Team prüft Verpflichtung von Schumacher

Berlin (dpa) - Das Formel-1-Team Sauber prüft eine Verpflichtung von Michael Schumacher. «Natürlich sind das reizvolle Gedanken, und natürlich überlegt man, ob man einen siebenmaligen Weltmeister holen kann, wenn er auf dem Markt ist», sagte Vorstandschefin Monisha Kaltenborn der «Bild»-Zeitung.

Rekord-Weltmeister
Michael Schumacher könnte eventuell ins Cockpit von Sauber steigen. Foto: Valdrin Xhemaj Foto: dpa

Schumachers Vertrag bei Mercedes wird am Saisonende nicht verlängert. Der 43-Jährige hat noch nicht entschieden, ob er danach seine Karriere endgültig beendet oder noch einmal zu einem anderen Rennstall wechselt.

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«Alles ist möglich», hatte seine Managerin Sabine Kehm gesagt. Bei Sauber wird ein Cockpit frei, nachdem der Mexikaner Sergio Perez im kommenden Jahr als Nachfolger von Lewis Hamilton zu McLaren wechselt. Hamilton ersetzt Schumacher bei Mercedes.

Bei Ferrari indes plant man der BBC zufolge ohne den früheren Helden Schumacher, der von 1996 bis 2006 für die Italiener fuhr und in dieser Zeit fünf Titel gewann. Dem Bericht vom Montag zufolge kann sich stattdessen Felipe Massa wieder gute Chancen ausrechnen, dass sein Vertrag bei der Scuderia doch verlängert wird. Ersatzkandidaten seien die beiden Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg und Paul di Resta - von Schumacher ist keine Rede.

Beim Privatteam Sauber müsste sich Schumacher indes bei Gehalt und Erfolgschancen einschränken. Bislang sei der Kerpener nur für Hersteller wie Ferrari und Mercedes gefahren, «mit denen wir uns nicht vergleichen können», sagte Kaltenborn. Die Schweizer Boulevardzeitung «Blick» hatte berichtet, Favorit auf einen Vertrag bei Sauber sei ohnehin der auch bei Ferrari gehandelte Hülkenberg.

Vorläufig nur im Scherz hatte Teamchef und Rennstallgründer Peter Sauber vor kurzem in Singapur Interesse an Schumacher bekundet. Die Verbindung zwischen Sauber und dem Altmeister reicht lange zurück. Anfang der 90-er Jahre fuhr Schumacher im Sportwagenteam von Sauber-Mercedes. Der Schweizer Sauber stellte wenig später sogar Geld für Schumachers Formel-1-Einstieg bereit.

Weitere Optionen für den 91-maligen Grand-Prix-Gewinner könnten Williams und Lotus sein. Bei Williams könnte er den Brasilianer Bruno Senna ersetzen. Lotus könnte für Schumacher das zweite Cockpit neben Kimi Räikkönen freimachen und sich vom oft übermotivierten Romain Grosjean trennen.

Derweil berichtete das Fachmagazin «Auto, Motor und Sport» am Montag auf seiner Internetseite, Schumacher sei bei Mercedes letztlich nur noch dritte Wahl gewesen. Wäre Hamilton nicht gekommen, hätte der schwäbische Autobauer sich demnach um Perez bemüht.