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San Antonio Spurs krönen mit NBA-Titel grandiose Saison

San Antonio (dpa) - Der Jubel kannte keine Grenzen. Der fünfte Titelgewinn der San Antonio Spurs in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA öffnete alle Schleusen bei Spielern und Anhängern in dem mit mehr als 18 000 Zuschauern ausverkauften AT&T Center und in der City der Metropole.

Champions
Die San Antonio Spurs posieren mit der NBA-Trophäe. Foto: Ashley Landis Foto: dpa
Tim Duncan
Tim Duncan (M) feiert seine fünfte Meisterschaft mit den San Antonio Spurs. Foto: Ashley Landis Foto: dpa
Trio
Duncan (M), Parker (l) und Ginobili spielen seit 2002 bei den Spurs. Gemeinsam gewann das Trio zum vierten Mal die NBA Meisterschaft. Foto: Ashley Landis Foto: dpa
MVP
Kawhi Leonard (M) wurde von der Legende Bill Russell zum wertvollsten Spieler der Finalserie ausgezeichnet. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
LeBron James
LeBron James und Co. musste sich in diesem Jahr den San Antonio Spurs geschlagen geben. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
King James
LeBron James (l) spielt trotz der Finalniederlage eine unfassbar gute Serie. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Patty Mills
X-Faktor in Spiel fünf: Der Australier Patty Mills traf fünf Dreier und erzielte insgesamt 17 Punkte. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Gregg Popovich
Der Macher des Erfolgs: Trainer Gregg Popovich (r) ist das Basketballgenie des NBA-Meisters. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
International
Spurs International: Die Franzosen Diaw (l) und Parker (r) bestaunen mit dem Argentinier Ginobili die Larry O'Brien Trophäe. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa

«Das ist unglaublich. Das macht das letzte Jahr erträglich», sagte der jubelnde Tim Duncan nach der gegeglückten Revanche gegen den entthronten Meister Miami Heat. In überragender Manier bestimmten die Texaner das Finale und gewannen nach dem 104:87 die Serie «Best of seven» eindrucksvoll mit 4:1.

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Die grandiose Saison des Rivalen nötigte auch Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki Respekt ab. «Herzlichen Glückwunsch an die Spurs. Erstaunliche Teamarbeit. Großer Trainer. Wohlverdient», twitterte der 35-jährige Würzburger, der seinen Vertrag bei den Dallas Mavericks in Kürze verlängern will. Anerkennung gab es auch vom gegnerischen Trainer. «Sie haben ausgezeichneten Basketball in dieser Serie gespielt. Sie sind das bessere Team. Da geht kein Weg dran vorbei», erklärte Erik Spoelstra.

Grundlage des fünften Titelgewinns ist die Teamarbeit der Spurs. «Sie waren die bessere Mannschaft. Sie haben uns in allen Bereichen des Spiels dominiert. So wird Team-Basketball gespielt. Das ist selbstlos und immer aufs Team ausgerichtet», lobte Miami-Star LeBron James, der die entscheidende Niederlage trotz seiner 31 Punkte, zehn Rebounds und fünf Assists nicht abwenden konnte.

Anders als im letzten Jahr, als Miami nie geführt und dann doch die Serie mit 4:3 gewann, behielt San Antonio seine Strategie bei. Sie waren zu schnell und zu gut für Miami. «Es ist einfach ein großartiges Team. Wir haben es zusammen geschafft», erklärte Tony Parker. Der Franzose gehörte mit 16 Punkten wie der Argentinier Manu Ginobili (19) zu den Besten seines Teams.

Nur einer stand noch stärker im Mittelpunkt. Kawhi Leonard erzielte 22 Punkte und 14 Rebounds und wurde zum besten Spieler der Finalserie gewählt. Der 22-Jährige tritt als «MVP» (Wertvollster Spieler) in große Fußstapfen. Zu seinen Vorgängern gehören mit Nowitzki, James, Kobe Bryant (LA Lakers) und Dwayane Wade (Miami) die Stars der Szene.

Gleich dreimal erhielt auch sein Teamkollege Duncan die hohe Auszeichnung (1999, 2003, 2005). Im Spätherbst seiner Karriere war der 38-Jährige auch beim fünften Titelgewinn der Spurs auf dem Parkett wie Trainerlegende Greg Popovich, der die Texaner bereits seit 1996 ununterbrochen betreut. «Es ist süßer als alles andere. Wir haben uns ans letzte Jahr erinnert, wie wir uns da gefühlt haben. Das hat uns stark gemacht. Ich bin am Ende meiner Karriere und kann diesen Titel mit meinen Kindern feiern. Das macht es noch spezieller», meinte Duncan.

Mit 62 Siegen bei nur 20 Niederlagen stellte San Antonio die beste Mannschaft der Hauptrunde. Als kleine Genugtuung mögen es Nowitzki und Co. empfinden, gegen den Meister in der erste Runde ausgeschieden zu sein. Erst im siebten Texas-Duell setzten sich die Spurs durch. Der weitere Weg ins NBA-Finale fiel gegen die Portland Trail Blazers (4:1) und Oklahoma City Thunder (4:2) leichter.

Der Hattrick wollte Miami Heat bei der vierten Finalteilnahme in Serie nicht gelingen. Die Zukunft des Teams aus Florida ist längst nicht gesichert. Die Stars James, Dwyane Wade und Chris Bosh können in diesem Sommer alle ihre Verträgen auflösen.

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