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Viele einheimische Läufer beim Klassiker – 100 Kilometer und 100 Meilen als Strecken zur Auswahl

Ruhpolding wieder Treffpunkt der Ultraläufer

Zum 13. Mal findet an diesem Samstag der Chiemgauer Bergultralauf über 100 Kilometer und 4500 Höhenmeter bzw. 161 Kilometer (100 Meilen) und 7500 Höhenmeter statt.

Gute Aussichten: Der Hochfelln ist der höchste Punkt für die Läufer.

Wie in den Vorjahren begrenzen die Auflagen der höheren Naturschutzbehörde Oberbayerns die Teilnehmerzahl auf maximal 150. Alle Startplätze sind bereits vergeben, bei kurzfristigen Absagen gibt es eventuell noch einen Startplatz. Die Bedeutung des Laufes zeigt sich an der Beteiligung von Läufern aus 13 Nationen. Mit den »Internationalen« messen sich 15 einheimische Läufer. Veranstalter Giselher Schneider: »So viele Chiemgauer waren noch nie dabei, hoffentlich werden die Locals von vielen Zuschauern angefeuert.«

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Neben dem großen Teilnehmerfeld hat Giselher Schneider auch zahlreiche Betreuer im Einsatz. Unter anderem sind auch ehemalige Teilnehmer in der Helfer-Crew. Am Freitag treffen sich die Athleten im Ruhpoldinger Waldstadion zur Startnummernausgabe, dem Briefing und dem gemeinsamem Nudelessen.

Bereits ab 14 Uhr haben die Teilnehmer, welche die 100-Meilen-Strecke in Angriff nehmen, die Möglichkeit stündlich ihre eigene Startzeit festzulegen. Die 100-Meilen-Strecke führt in einem »Vorspann« zusätzlich über Zinnkopf, Teisenberg, Adlgaß, Kohleralm und Weißbach nach Zwing, wo sie in die 100-Kilometer-Strecke einfädelt.

Start der 100-Kilometer-Distanz ist am Samstag um fünf Uhr im Ruhpoldinger Waldstadion. Zielschluss ist nach 18 Stunden Rennzeit um 23 Uhr. Der Sieger wird bereits gegen 16 Uhr erwartet.

Die Strecke führt hauptsächlich über alpine Wander- und Forstwege und weist mehrere bedeutende Anstiege auf. Der Verlauf besteht aus zwei Runden im Gebiet von Ruhpolding: Zunächst wird der Rauschberg umrundet (26 Kilometer) und danach werden 74 km auf die Hörndlwand und im Hochfelln-Gebiet gelaufen. Auf der Strecke gibt es sieben Verpflegungsstationen und mehrere Wasserstationen.

Die Streckenmarkierungen bestehen aus Schildern und rot-weißem Markierungsband an Bäumen und Sträuchern, sowie Pfeilmarkierungen am Boden und den Beschilderungen der Wanderwege. Auch heuer bittet Giselher Schneider darum, die Markierungen am Wettkampf-Wochenende nicht zu entfernen. »Alle Markierungen werden von uns wieder eingesammelt und wiederverwendet.«

Den Streckenrekord über 100 Kilometer hält bei den Männern seit 2009 Petru Muntenasu mit 10:45 Stunden. Bei den Frauen gilt es die Zeit von 13:40 Stunden zu schlagen, welche 2008 von Julia Böttger gelaufen wurde. Die Bestzeit auf der 100-Meilen-Strecke hat Rudi Döhnert mit 21:28 Stunden aus dem Jahr 2014; bei den Frauen steht immer noch Iris Dillingers Zeit von 27:33 Stunden aus dem Jahr 2010.

Bei den 100 Meilen werden Anna Hughes (Garmisch) und Anke Warlich (Bonn) ganz vorne erwartet und versuchen den Streckenrekord zu knacken. Die drei Erstplatzierten des Vorjahres, Armin Bernard (Rosenheim), Tobias Krumm (Bergisch-Gladbach) und Jan Adamec (Tschechien) werden sicherlich wieder vorne mitmischen. Zu beachten ist auch der Österreicher Dominic Miglbauer.

Keine klare Favoritin ist auf der 100-Kilometer-Strecke auszumachen. Vielleicht kann Kathi Hallweger aus Bergen bei ihrem ersten 100-Kilometer-Ultra für eine Überraschung sorgen. Eine Favoritenrolle bei den Herren hat Alois Hundseder aus St. Georgen, aber Holger Exner (Ludwigshafen), Amadeus Gladbach (München) und Peter Toldi (Ungarn) sind starke Konkurrenten.

Auch »Urgestein« Uli von Großmann ist wieder dabei. Als einziger Teilnehmer überhaupt hat der Eisenärzter bisher jeden Chiemgauer-100-Lauf innerhalb des geforderten Zeitlimits absolviert.

Einheimische Teilnehmer in 2017:

  • Zdravko Jurcevic (Kammer)
  • Christian Richter (Traunstein)
  • Marcel Laponder
  • Uli von Großmann
  • Simon Winkler (alle Siegsdorf)
  • Josef Patz (Teisendorf)
  • Martin Stahala (Chieming)
  • Martin Steinack (Peterskirchen)
  • Reinhold Frank
  • Kathi Hallweger
  • Alois Klauser
  • Dirk Misselhorn (alle Bergen)
  • Markus Hainz (Surberg)
  • Johann Wolfgruber (Petting)
  • Christian Hartel (St. Georgen)
  • Alois Hundseder (St. Georgen)
  • Christian Richter (Kienberg)

Die Siegerehrung findet traditionell am Sonntag Vormittag im Waldstadion statt. pf