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Ruhani: Keine iranischen Truppen im Irak

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Iranisch-irakischer Händedruck
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Iranisch-irakischer Händedruck: Irans Präsident Hassan Ruhani (r.) begrüßt Nuri Al-Maliki in Teheran. Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv Foto: dpa

Teheran (dpa) - Der Iran hat nach den Worten von Präsident Hassan Ruhani keine Truppen in den Irak entsandt.


«Wir werden unseren Nachbarn Irak in jeder Weise unterstützen und beraten, aber eine militärische Beteiligung ist nicht angefordert worden und steht auch nicht zur Debatte», sagte Präsident Ruhani am Samstag Teheran.

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Der Iran habe keine Truppen im Irak stationiert und werde auch in Zukunft dort keine Truppen stationieren, sagte Ruhani. Die Zusammenarbeit mit dem Irak sei uneingeschränkt, aber im Einklang mit internationalen Gesetzen.

Zuvor hatte das «Wall Street Journal» unter Berufung auf iranische Sicherheitskreise berichtet, dass der Iran drei Bataillone der Al-Kuds-Brigaden in den Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe Isis in den Irak geschickt habe. Die Al-Kuds-Brigaden sind Eliteeinheiten der iranischen Revolutionsgarden.

Der Iran unterstützt im Nachbarland Irak sowie in Syrien seine schiitischen Glaubensbrüder. Dagegen gehören die Isis-Extremisten den Sunniten, der größten Glaubensrichtung im Islam, an. Die Sunniten sind im Irak im Vergleich zu den Schiiten in der Minderheit, in Syrien dagegen in der Mehrheit. Isis will in einem Gebiet vom Mittelmeer bis zum Irak ein islamisches Kalifat errichten.