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Rückhalt für Seehofer in der Region bröckelt

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Ministerpräsident Horst Seehofer sollte spätestens im kommenden Jahr aufhören – so sehen das Traunsteins Landrat und JU-Delegierter Siegfried Walch sowie JU-Kreisvorsitzender Konrad Baur. Foto: Redaktion

Traunstein – Die Unterstützung für Ministerpräsident Horst Seehofer bröckelt. Das zeigen auch Stimmen aus der Region. Allen voran: Landrat Siegfried Walch und JU-Kreisvorsitzender Konrad Baur.


Die bayerische Junge Union (JU) hat sich auf ihrer Landesversammlung offen gegen den CSU-Chef gestellt und einen Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr gefordert. Für einen personellen Neuanfang haben auch Traunsteins Landrat und JU-Delegierter Siegfried Walch sowie JU-Kreisvorsitzender Konrad Baur gestimmt, die in Erlangen dabei waren.

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Die Erneuerung sei nicht nur wegen des Bundestagswahlergebnisses nötig, betonte Siegfried Walch im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Schon als Horst Seehofer seine erneute Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten angekündigt habe, hätten sich viele gefragt, ob das nach so langer Zeit in der Politik und an der Spitze von Freistaat und CSU noch einmal sein müsse. Auf die Frage, wer ein geeigneter Nachfolger sein könnte, antwortet Walch: "Gott sei Dank gibt es in unserer Partei viele geeignete Köpfe. Auch eine Teamlösung wäre für mich denkbar."

Nach Meinung des JU-Kreisvorsitzenden Konrad Baur muss für einen erfolgreichen Ausgang der Landtagswahlen 2018 auch ein personeller Neuanfang eingeleitet werden. "Wir haben in der CSU sicher kein Nachwuchsproblem", betonte Konrad Baur. "Wenn sich der Ministerpräsident dazu entscheiden sollte, nicht erneut zu kandidieren, wird die Partei einen mehr als geeigneten Nachfolger finden." Namen nannte Konrad Baur nicht.

Wie stehen die Politiker aus der Region zu Horst Seehofer? Alle Aussagen lesen Sie morgen in der Donnerstagsausgabe des Traunsteiner Tagblatts!

KR

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