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Stimmungsvolle Barbara- und Weihnachtsfeier im Salzbergwerk Berchtesgaden

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Berchtesgaden – Für die Betriebsangehörigen im Salzbergwerk Berchtesgaden gab es im Kaiser Franz Sinkwerk zum ersten Mal eine Barbara- und Weihnachtsfeier. Bevor die Anwesenden in den Berg einfuhren, trafen sie sich zu einem Glühwein- und Punschempfang im Garderobenbereich der Gästeeinfahrt.

Sänger und Musikanten sorgten für weihnachtliche Stimmung. (Foto: Stanggassinger)

In einem atemberaubenden festlichen Ambiente bot sich das Kaiser Franz Sinkwerk zur Begrüßung. Die heilige Barbara beleuchtet, weihnachtlich geschmückt, genauso die Tische in festlichem Rot-Weiß gedeckt mit Weihnachtsschmuck liebevoll dekoriert. Ein riesiges Buffet war aufgebaut. Mit einem lautstarken »Glück Auf« gab es Grußworte von Betriebsleiter Dipl. Ing. Raimund Bartl. Er erinnerte an das traurige Ableben ihres Arbeitskollegen Eberhard. »Er fehlt uns heute besonders«. Das Jubiläumsjahr sollte leise mit der Barbarafeier ausklingen, wie es mit der Bergweihe begonnen hatte. »Wir blicken auf eine Vielzahl von Veranstaltungen zurück, welche mit viel Engagement von Mitarbeitern und Rentnern gestemmt wurde«, so Raimund Bartl.

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Mit einem herzlichen »Glück Auf« begrüßte der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Wolfgang Rüther alle Gäste aus nah und fern, die trotz der widrigen Witterungslage gekommen sind. »Dafür gibt es ja gutes Streusalz, das hoffentlich auf die Straßen gekommen ist und den Umsatz steigert«, scherzte er. Rüther gab einen Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2017.

Es gab eine Reihe von Projekten, die noch laufen. Wichtig für den Standort in Berchtesgaden sei die geänderte Bohrtechnik. Die Überprüfung des Instandhaltungsprojekts sei im Gange, die nötigen Dinge für eine neue Organisation wurden umgesetzt. Ein weiteres Projekt war die Optimierung der Betriebswasserleitung, die bald fertig sein soll, hieß es. Die Wasserfassung für das Bergwerk wurde verbessert.

Erfreulich sei, dass der Standort von Unfällen verschont wurde. Anschließend wurden mehrere Mitglieder geehrt (siehe Kasten). Der Grund für die Änderung der Ehrungen vom Bergfest zum Barbarafest sei der, dass es ein würdigerer Rahmen im Berg sei, als im Kurhaus bei Hunderten von Gästen mit dem entsprechendem Lärmpegel. Die Bläser der Marktkapelle Berchtesgaden spielten im Anschluss an die Ehrungen das Steiger Lied.

Der Perler Lenz ergriff die Gelegenheit, sich bei seinen Kameraden für die Mithilfe beim Brand seines Hofes zu bedanken. »Ich bin schon in Rente aber so eine Kameradschaft wie es im Berg gibt, ist unbeschreiblich. Ihr seid Freunde 'Vergelts Gott'«, so der Lenz.

»Glück auf, liabe Bergleit«, mit diesem Lied, gesungen von den Geschwister Helminger, begann der besinnliche Teil.

Der ehemalige Bergmann Josef Stangassinger (Kloiberer) erzählte weihnachtliche Geschichten wie »Ich war hoit gern da Bischof gwen«, »De übergossene Alm«, »Die wilde Jagd« und »Die verwunschene Zither«. Seine Erzählungen wurden musikalisch von der Antonibergmusi untermalt. »Unterm Kerschbam« und »Rote Wangalan« waren weitere instrumentale Einlagen der Antonibergmusi. Mit dem Lied »A Weihnacht wias friahra war« beeindruckten die Geschwister Helminger in dem dunklen Sinkwerk, gefolgt mit weihnachtlichen Stückln der Bläser der Marktkapelle. Die Sänger und Musikanten bekamen viel Applaus, bevor es zum reichhaltigen Spitzenbuffet von Ernst Kronreif ging.

Zum Abschied gab es noch für jeden Besucher Barbarazweige und einen 1517 Miner's Gin als Geschenk. Bernhard Stanggassinger