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Romreise war einer der schönsten Momente

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Bei der Jahreshauptversammlung der Gebirgsschützenkompanie Traunstein zeichneten Hauptmann Thomas Gätzschmann (links) und Oberleutnant Rolf Wassermann (rechts) verdiente Mitglieder aus. Unser Foto zeigt sie mit Rosa Schallinger (von links), Hansjoachim Mallwitz, Hubert Öllinger, Guido Maier, Rosa Waraschitz, Alexander Porschke und Benjamin Frehde. (Foto: Buthke)

Traunstein – Sehr schnell eingearbeitet hat sich die vor einem Jahr neu gewählte Hauptmannschaft der Gebirgsschützenkompanie Traunstein. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sailer-Keller blickte Hauptmann Thomas Gätzschmann auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Kompanieschreiber Benjamin Frehde berichtete von 34  Ausrückungen und Schießmeister Stefan Damjanowitsch von 13 Schießterminen.


Zu den schönsten Momenten zählte Gätzschmann die Romreise im Oktober. Er berichtete von »eindrucksvollen Erlebnissen zu Orten, die wir Normalsterbliche vermutlich nur einmal sehen konnten«, der Generalaudienz mit Papst Franziskus, vom Besuch der Hauptmannschaft beim emeritierten Papst Benedikt XVI. und vom Zusammentreffen mit Ehrenmitglied Erzbischof Georg Gänswein.

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An Festakt in München teilgenommen

»Die Teilnahme am Bataillonsfest Inn/Chiemgau in Aschau war ein weiterer Höhepunkt«, stellte er fest. Zusammen mit Oberleutnant Rolf Wassermann habe er an diesem Wochenende auch am Festakt »100 Jahre Freistaat Bayern« in der Münchner Residenz teilgenommen und den Chiemgau würdig vertreten. Der Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien sei dabei stellvertretend für alle Gebirgsschützenkompanien für seine Verdienste und die Stärkung des Bewusstseins für Heimat und Identität mit dem Heimatpreis – einer schön gestickten Standarte – ausgezeichnet worden.

Bei der Organisation des Festes anlässlich der 25-jährigen Zusammenarbeit mit der Blaskapelle Traunwalchen, die seit 25 Jahren den Musikzug der Kompanie stellt, habe die Gebirgsschützenkompanie ihren Zusammenhalt unter Beweis gestellt. »Erstmals wurde der Platz in der Höllgasse für ein Fest hergenommen«, stellte der Hauptmann fest.

Der Verbund der Schützen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern sei beim Alpenregionstreffen der Schützen in Mayrhofen mit fast 11 000 Schützen und rund 20 000 Zuschauern ausdrucksvoll zelebriert worden, fuhr er fort. Der Festzug sei etwa 2,7 Kilometer lang gewesen und habe rund zwei Stunden gedauert. Bayern sei 2022 wieder an der Reihe, das Alpenregionsfest durchzuführen. Leider sei ein solches Fest für die Traunsteiner Gebirgsschützen zu groß, um sich darum zu bewerben.

Schießmeister ist Bataillonsschützenkönig

Beim Patronatstag in Bichl habe die Gebirgsschützenkompanie Traunstein die Ehre gehabt, mit ihrem Musikzug das Gebirgsschützenbataillon Inn/Chiemgau anführen zu dürfen. »Eine besonders große Freude war, dass wir 2018 mit dem ersten Schießmeister Stefan Damjanowitsch den Bataillonsschützenkönig in unseren Reihen haben«, sagte Gätzschmann.

Da die Gebirgsschützen sich auch dem Erhalt der kulturellen Werte – zum Beispiel auch der baulichen Denkmäler – verschrieben hätten, habe die Gebirgsschützenkompanie Oberbürgermeister Christian Kegel ihre Bereitschaft zur Unterstützung bei der Wiedererrichtung der zerstörten Kapelle am Klobenstein mitgeteilt, sei es durch Sammeln von Spendengeldern oder auch durch Hand- und Spanndienste. Derzeit würden von der Stadt noch versicherungstechnische Fragen geklärt.

Zusammen mit Oberleutnant Wassermann nahm Hauptmann Gätzschmann die Ehrung verdienter Gebirgsschützen vor. Vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien wurden Hansjoachim Mallwitz mit der silbernen Verdienstmedaille und Klaus Wild mit der bronzenen Verdienstmedaille am blauen Band ausgezeichnet. Die Kompanie verlieh ihre goldene Verdienstmedaille am schwarz-gelb-grünen Band an Marketenderin Rosa Schallinger, Vereinswirtin Rosa Waraschitz und Fähnrich Alexander Porschke. Die silberne Verdienstmedaille erhielt Johann Siglbauer. Mit der bronzenen Verdienstmedaille geehrt wurden Hubert Öllinger, Leutnant Benjamin Frehde und Jugendwart Guido Maier.

Die Stadt Traunstein nach außen vertreten

Gebirgsschütze zu sein, sei schon etwas Besonderes, unterstrich Oberleutnant Wassermann, denn durch ihre Außenwirkung und Darstellung pflegten sie einen wesentlichen Teil der bayerisch-abendländischen Kultur. Ob bei kirchlichen oder weltlichen Festlichkeiten, die Gebirgsschützen würden wahrgenommen und würden die Stadt Traunstein nach außen vertreten.

Von den zahlreichen Schießterminen griff Schießmeister Damjanowitsch nur die wesentlichsten heraus. Bei der Kompaniemeisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr siegte bei den Senioren Mathias Pleli. Bei den Schützen belegte Leutnant Rainer Grygosch den ersten Platz. Das Schießen um die Walter-Dandl-Gedächtnisscheibe gewann Hauptmann Gätzschmann. Beim Armbrustschießen der Gebirgsschützenkompanie Aibling errang Traunstein mit 22 Schützen als stärkste teilnehmende Kompanie den Meistpreis.

Beim Königsschießen mit dem Karabiner 98 wurden Leutnant Frehde Schützenkönig und Sepp Öllinger Vizekönig. In der Seniorenklasse gewann Mathias Pleli. In der Schützenklasse trug Schießmeister Damjanowitsch den Sieg davon. Beim Marketenderinnenschießen mit dem Kleinkalibergewehr der Gebirgsschützenkompanie Prien errang die Traunsteiner Marketenderin Rosi Schallinger den ersten Platz.

Vizebürgermeister Hans Zillner betonte, als Mitglied lägen ihm die Gebirgsschützen besonders am Herzen. Aber auch der gesamte Stadtrat stehe den Gebirgsschützen sehr positiv gegenüber. Das Lob der Stadt sprach er der Gebirgsschützenkompanie für die Durchführung ihres Musikfestes aus. Bei dieser Gelegenheit sei der Vorplatz der Höllbräupassage als kleiner, für Sommerfeste geeigneter Platz eröffnet worden.

Elektrisches Geläut für die Salinenkirche?

Der Vorsitzende des Glockenvereins »Freunde der Benedikt-Glocke«, Karl Schulz, bat die Gebirgsschützenkompanie um Mithilfe und Unterstützung bei der Ausstattung der Salinenkirche mit einem elektrischen Geläut, weil derzeit niemand zur Verfügung steht, um dieses per Hand zu bedienen. »Dann gäbe es Ersatz für die Glocken von St. Oswald, dessen Geläut mit der Renovierung verstummt ist«, sagte Schulz. Weil heuer in der Au das 400. Jubiläum der Saline gefeiert werde, sei dies ein sehr guter Anlass, auch in der Salinenkirche etwas zu verbessern, da sie auch die »Hauskapelle« der Traunsteiner Gebirgsschützen sei. Bjr

 

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