weather-image
29°

Revanche im Alpenstadion geglückt

2.3
2.3
Bildtext einblenden
Beim 4:2-Erfolg der SG Schönau über den FC Hammerau gab es im Alpenstadion immer wieder packende Luftkämpfe. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Schönau am Königssee – Die Fußballmannschaft der SG Schönau revanchierte sich für das ungerechte 0:0 in der Hammerau eindrucksvoll mit einem 4:2-Erfolg über den FC Hammerau. 150 Zuschauer sahen ein gutes Spiel, dem die Schönauer von Beginn an den Stempel aufgedrückt haben. Das einzige Manko im Spiel der SG Schönau blieb wieder einmal die schwache Chancenauswertung. Das hätte auch in diesem Spiel ins Auge gehen können. Die Hammerauer kamen nämlich in Halbzeit eins nur zu einer einzigen Chance, die sie zu einem Treffer nützten. Die Platzherren erspielten sich fünf Möglichkeiten, doch sie erzielten auch nur einen Treffer. Gut, dass sich Schönaus Spielweise in Halbzeit zwei geändert hat.


Bereits in den ersten 20 Minuten kamen die in dieser Phase virtuos aufspielenden Schönauer zu fünf glasklaren Tormöglichkeiten. In der fünften Minute traf Daniel Maier nach guter Kombination mit Toni Hölzl an den Außenpfosten. Wenig später in der 7. und 12. Minute scheiterte Sebastian Wessels über halbrechts durchtankend am sehr guten Hammerauer Schlussmann Michael Paulus. Und auch der sonst so treffsichere Hölzl zielte über das leere Hammerauer Tor (18.). Dann war noch einmal Wessels dran, ehe sich auch Hammerau ins Spiel meldete.

Anzeige

Nach mehreren ausgeglichenen Mittelfeldaktionen führte ein Fehlpass der Schönauer durch Stefan Eisenreich zum völlig überraschenden Hammerauer Führungstreffer (37.). Die Schönauer zeigten sich davon nicht beeindruckt und Daniel Maier nützte nur zwei Minuten später einen zu kurzen Hammerauer Rückpass zum 1:1. In der Folge ereignete sich nicht mehr viel und so haderte der Schönauer Trainer Alfons Aschauer zur Pause: »Was muss ich nur bei so vielen vergebenen Chancen mitmachen.«

Doch früh im zweiten Spielabschnitt leitete der bestens aufgelegte Außenstürmer Wessels mit einem Doppelschlag (51., 52.) die Vorentscheidung ein. Beide Male düpierte Wessels den chancenlosen Hammerauer Torhüter mit Kunstschüssen aus 16 Metern hoch in die Torecke.

Der ebenfalls gut aufspielende Stefan Weinbuch schien von Wessels Aktionen angesteckt und setzte in der 65. Minute ebenfalls zu einem tollen Schuss an, der das 4:1 brachte. Doch trotz bester Möglichkeiten liefen sich die Schönauer danach immer wieder in der kompakten Gästeabwehr fest. Dies nützte der eingewechselte Rafael Stefan nach einer unglücklichen Abwehr des Schönauer Torhüters zum 4:2 (70.). Doch Schlussmann Christian Thurner zeigte ansonsten eine tadellose Leistung.

Noch führten die Schönauer mit zwei Treffern Vorsprung, doch die Gäste witterten ihre Chance und warfen nun ihre Kräfte nach vorne. Dies wiederum ergab für die Schönauer beste Kontermöglichkeiten, die jedoch nichts mehr einbrachten. Mehrmals fehlte der letzte entscheidende Pass. So auch als Wessels anstatt es selbst zu versuchen, mannschaftsdienlich abspielte (80.). In der 87. Minute vergab Bastian Zange völlig alleine vor Paulus, eine Minute später bewahrte der Schlussmann seine Elf bei einem Scharfschuss von Hölzl aus drei Metern mit einer Traumparade vor dem fünften Gegentreffer.

Der Gästetrainer Aleksic Branislav haderte mehrmals mit den Schiedsrichterentscheidungen. Dabei durften sich alle eingesetzten Akteure glücklich schätzen, mit Mustafa Kücük vom TSV Bruckmühl einen absoluten Topmann als Spielleiter zu haben. Der souveräne Schiedsrichter kommunizierte intensiv mit den Spielern und benötigte so nicht eine einzige Karte. Als bester Spieler auf dem Platz wurde Sebastian Wessels benannt.

SG Schönau: Thurner; Lichtmannegger, Fegg, Angerer, Klaus, Burger, Hölzl, Weinbuch, Kirchhoff, D. Maier, Wessels, Althaus, Zange. Christian Wechslinger