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Report: Münchner Airport - Großes Chaos bleibt aus

München (dpa) - Sorgenvolle Blicke zur Anzeigentafel und eine wachsende Warteschlange am Ticketschalter: Das war der Auftakt des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter am Dienstagmittag am Münchner Airport. Von 13.00 Uhr an wurden Flüge gestrichen.

Airport München
Besorgte Gesichter und lange Wartezeiten am Flughafen München. Doch das großes Chaos blieb bei Streikbeginn aus. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

Viele Passagiere mussten Behinderungen hinnehmen und wurden auf andere Flüge umgebucht. Doch davon abgesehen blieb alles ruhig: Die Lufthansa wollte nach Angaben eines Sprechers in München von den im Streikzeitraum geplanten 450 Flügen bis zu dreiviertel fliegen lassen. Betroffen waren in München vor allem Urlauber mit Sonnenzielen, darunter viele Familien mit Kindern.

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Reisende, deren Flug vom Streik betroffen war, wurden vom Check-in an den Lufthansa-Ticketschalter weitergeschickt. Viele Passagiere erfuhren erst am Airport, dass ihr Flug annulliert wurde. «Jetzt hoffen wir, dass der Service gut ist und eine Umbuchung für unseren Flug nach Rom klappt», sagte ein Ehepaar aus Regensburg auf dem Weg zum Ticketschalter. Nach 25 Minuten war alles eingetütet - und der Reise nach Italien stand nichts mehr im Weg. «Man kann ja die Flugbegleiter verstehen, dass sie ihre Interessen vertreten, aber wenn man selbst betroffen ist, dann ist das natürlich ärgerlich.»

Ein junger Mann mit Flugziel Lissabon hatte bereits von zu Hause aus die Hotline der Lufthansa angerufen. «Ich wurde schon auf einen anderen Flug umgebucht», sagte er erleichtert. Mit dem Service der Lufthansa war er zufrieden: «Um meine Umbuchungen wurde sich gut gekümmert.» In den ersten Stunden des Streiks blieb das große Chaos am Münchner Flughafen aus. Neben Reisenden mit sorgenvollen Mienen traf man am Check-in-Schalter der Lufthansa auch viele Passagiere an, die vom Streik gar nicht betroffen waren.

Streikaufruf für München

Fluginfo der Lufthansa