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Renkenertrag 2011 auf recht hohem Niveau

Nach der Fangstatistik aller Berufsfischer seien dem Chiemsee 2011 insgesamt 119 000 Kilogramm Fische entnommen worden, gab Lex in der Jahreshauptversammlung im Hotel zur Linde auf der Fraueninsel bekannt. Damit seien die guten Vorjahreserträge sogar noch etwas übertroffen worden.

Die Chiemsee-Renke sei mit über 80 Prozent vom Gesamtfang wieder »Brotfisch« gewesen. »Mit 96 960 Kilogramm war der Renkenertrag 2011 auf recht hohem Niveau«, erklärte Lex. Durch das gute Planktonwachstum im vorigen Jahr seien die Renken zu erstaunlichen Stückgewichten herangewachsen. Auch der Absatz sei gut bis sehr gut gewesen. Ferner seien auch die Fischpreise gut gewesen, besonders durch die Veredelung.

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Einen Appell richtete Lex an die Fachberatung und Fachverbände dafür zu sorgen, dass auch die Fische als Bioqualität mit einem »Biosiegel« oder als »Zertifizierung aus nachhaltiger Fischerei« bezeichnet werden. »Alles ist heute »Bio«, doch unsere wild gewachsenen Fische fallen da durch ein Raster. Aufgewachsen in Trinkwasserqualität, natürliches Plankton als Futter, werden sie nicht als »Bioqualität »gewürdigt«.

Als wichtige Aufgabe der Genossenschaft sah Lex es an, die verschiedenen Fischarten in einem guten Gleichgewicht zu halten und den Fischbestand insgesamt zu heben. Den Einsatz zwischen 75 bis 100 Millionen Renken jährlich sah Lex als Basis für einen gleichmäßigen Renkenertrag an. So konnten bei der Laichfischerei 1600 Liter befruchtete Renkeneier in die Brutanstalt eingebracht werden. Nach dreieinhalb Monaten der Pflege des Eimaterials seien im Frühjahr 75 Millionen Renkenbrütlinge im Chiemsee eingesetzt worden. Lex bezifferte den Gesamtwert des Jungfischbesatzes mit den von den Züchtern angekauften Satzfischen auf rund 440 000 Euro.

Keine großen Sorgen haben die Fischer derzeit mit dem Kormoran, obwohl in dieser Brutsaison wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen gewesen sei. Das Verhältnis mit den Angelfischern bezeichnete Lex als gut.

Der Fischerjahrtag hatte traditionsgemäß mit einem Gottesdienst zu Ehren der verstorbenen Fischersöhne im Münster begonnen. Ein Kirchenzug mit Konrad Kronast führte mit der Fischerstandarte zum Kriegerdenkmal unter den Linden. Vorsitzender Lex legte zu Ehren der Toten einen Kranz am Denkmal nieder. th