weather-image
22°

Rekordbeteiligung bei Preisschnalzen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Ins Zeug legten sich die verschiedenen Passen beim Gemeindepreisschnalzen in Teisendorf. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Vor der Kulisse der schneebedeckten Bergen in Wimmern fand das 42. Teisendorfer Gemeindepreisschnalzen statt. 25 Allgemeine Passen und 18 Jugendpassen haben an dem Wettbewerb teilgenommen, das ist eine Passe mehr als im Vorjahr.


Ein Gemeindepreisschnalzen mit so vielen Passen sei schon etwas Besonderes, freute sich Bürgermeister Thomas Gasser, der Schirmherr der Veranstaltung. Bei den Allgemeinen Passen setzten sich die Schnalzer der Passe Hörafing II mit 171 Punkten klar gegen die starke Konkurrenz durch. Auf dem zweiten Platz folgte die Passe Freidling III mit 164 Punkten gefolgt von der Passe Hörafing I mit 161 Punkten.

Anzeige

Bei den Jugendpassen war Weildorf I wieder nicht zu schlagen. Mit 147 Punkten und einem Abstand von über zehn Punkten gegenüber dem Zweitplatzierten, der Passe I aus Patting (133,5 Punkte) war der Sieg deutlich. Auf Platz zwei kam Ufering I mit 127,5 Punkten. Es war mit Sicherheit keine leichte Entscheidung für die Preisrichter Fritz Haberlander, Herbert Aschauer, Hias Spiegelsberger, Johann Helminger, Anton Leitenbacher, Josef Schuhbeck und Hans Grabner jun., die die schwierige Aufgabe hatten, die Passen der Gemeinde nur mit ihrem Gehör zu bewerten.

Im Wettbewerb gab es diesmal eine Neuerung. Es wurden drei Wertungsdurchgänge geschnalzt, von denen aber nur die zwei Besten gewertet wurden. Bei Punktegleichheit entschied die Wertung des ersten Durchgangs über die Platzierung. Eine Paschwertung gab es diesmal nicht.

Perfekt organisiert hatte den Wettkampf der erst im November vorigen Jahres gegründete Schnalzerverein Wimmern. Dessen Vorstand Wolfgang Baumann begrüßte auf der Schnalzerwiese die über 350 Goaßlschwinger. Auch der aus Wimmern stammenden Pfarrer Josef Fegg war extra von seiner derzeitigen Wirkungsstätte aus dem Allgäu angereist. Für Josef Fegg hatten die Veranstalter noch eine Überraschung parat. Vor 30 Jahren, als in Wimmern die erste Jugendpass gegründet wurde, war Fegg deren Aufdrahrer. Nun hat ihm der Schnalzerverein in Erinnerung daran und für seine Verbundenheit zum neu gegründeten Verein, eine neue Goaßl geschenkt, damit er auch die Allgäuer das Schnalzen lernen kann.

»Heute ist das Wetter gut, der Platz ist gut, die Organisation ist sehr gut«, sagte Bürgermeister Gasser in seinem Grußwort und fügte hinzu, »also wenns nicht läuft, liebe Schnalzer, gibt's keine Ausrede, dann liegt's an Euch«.

Auch für das leibliche Wohl war in Wimmern bestens gesorgt. Viele freiwillige Helfer hatten viel Zeit und Energie investiert, damit alles optimal abläuft. Ihnen allen dankte Vorstand Wolfgang Baumann bei der Prämierung im Teisendorfer Poststall am frühen Abend. Sein Dank ging auch an die Preisrichter, weil sie sich für dieses nicht leichte Amt zur Verfügung gestellt haben. Im Poststall ging es hoch her, als Bürgermeister Gasser die Platzierungslisten verlas. Selbst die hinteren Plätze freuten sich lautstark über die Anerkennung ihrer Teilnahme in Form einer Urkunde, eines Brotzeitbrettls und eines Tragerls Bier.

Die Sieger aus Hörafing und Weildorf bekamen von Thomas Gasser die Wandergoaßl überreicht, die sie vorerst bis zum nächsten Gemeindepreisschnalzen in 2020 behalten dürfen. Eine besondere Freude hatten die jungen Schnalzer von der Jugendpass Freidling VI, die als Trostpreis für die Letztplatzierung zusätzlich zu Brotzeitbrettl und Getränk auch noch eine Riesenbreze bekamen. Sie stehen erst am Anfang ihrer Schnalzer-Karriere und waren bereits mit viel Begeisterung und Schwung dabei.

Bürgermeister Gasser bedankte sich bei den Veranstaltern für die perfekte Organisation mit einer kleinen Geldspende und bei allen Teilnehmern fürs Mitmachen. Er gab bekannt, dass das Gemeindepreisschnalzen 2020 in Weildorf stattfinden werde. Für gute Stimmung im Poststall sorgte in schwungvoller Weise die Musikkapelle Alpenbrand Böhmische. kon