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Red Bull hat zwei Nummer-eins-Fahrer

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Teamkollegen
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Mark Webber (l) und Sebastian Vettel sind auch 2013 das Fahrer-Duo bei Red Bull. Foto: David Ebener Foto: dpa

Berlin (dpa) - Eine Woche vor dem WM-Auftakt in der Formel 1 hat Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz seinem Starpiloten Sebastian Vettel vorab ein beeindruckendes Zeugnis ausgestellt.


«Er ist für einen 25-Jährigen unglaublich cool und überlegt», sagte der österreichische Milliardär in einem Interview den «Salzburger Nachrichten». «Drei Titel haben ihn geprägt, vieles ist für ihn jetzt mehr und leichter beherrschbar», meinte Mateschitz. Vettel, Champion von 2010, 2011 und 2012, habe mehrmals gezeigt, dass er an Ruhe, Gelassenheit, Stärke zugelegt habe.

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Beste Vorzeichen also für Titel Nummer 4 - wenn da nicht die Vielzahl an Verfolgern wäre, die Vettel vom Großen Preis von Australien in einer Woche an das Formel-1-Leben schwer machen wollen. Dazu zählt auch Teamkollege Mark Webber, dessen Vertrag im Gegensatz zu Vettels Kontrakt (bis 2014) nach der kommenden Saison ausläuft. «Wenn er einen starken Tag hat, ist er ein harter Gegner auch für Vettel», sagte Mateschitz über Webber: «Er hat es gegen Vettel nicht leicht, aber das Team garantiert ihm gleiches Material und gleiche Behandlung.»

Sprich: Red Bulls oberster Boss bleibt bei der Marschroute, die sein Team zu drei Fahrer- und drei Konstrukteurstiteln in den vergangenen drei Jahren führte. Stallorder gibt es nicht. «Wir sind froh, zwei Nummer-eins-Fahrer zu haben», bekräftigte Mateschitz. Vettel und Webber fochten den Kampf um die Vorherrschaft auf der Strecke auch schon über die Grenzen des Akzeptablen hinaus aus. Längst hat sich Vettel qua seiner Erfolge aber selbst zur Nummer 1 gemacht.

Mateschitz rechnet 2013 mit ähnlichen Kräfteverhältnissen wie in der vergangenen Saison. Womöglich mit einigen Treffern der Silberpfeile. «In Summe glaube ich nicht, dass sich zum Vorjahr sehr viel geändert hat, wiewohl Mercedes vorangekommen zu sein scheint. Auch die beiden Fahrer werden Mercedes weiterbringen», sagte der Milliardär, der auch Kimi Räikkönen auf der Rechnung hat. «Wenn er heuer ein wettbewerbsfähiges Auto hat, wird er noch mehr als letztes Jahr vorn mitmischen. Ich sehe ihn unter den Top Vier», sagte Mateschitz über den WM-Dritten des vergangenen Jahres von Lotus.

Vettels Konkurrenz ist also groß. Mit dem vierten WM-Titel nacheinander würde er die Erfolgsstory mit Red Bull weiterschreiben. Bislang sind fünf WM-Triumphe in Serie mit einem Team durch Michael Schumacher im Ferrari immer noch der Maßstab. Dass Vettel immer mal wieder mit der Scuderia in Verbindung gebracht wird, nimmt Mateschitz weiterhin gelassen. Er bleibt bei seinem Credo diesbezüglich: «Wenn es mit uns nicht mehr funktionierte, wäre es sinnlos, jemanden durch einen laufenden Vertrag unbedingt zurückhalten zu wollen.» Wenn er selbst Fahrer wäre, würde er vermutlich auch gern für Ferrari fahren. «Aber das Thema stellt sich derzeit nicht.»