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Rasante Rennen und Zuschauerrekord

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Die Kradfahrer und Skifahrer bringen sich fürs Skijöring in Stellung. (Foto: privat)

Ramsau – Die Schneemassen sorgten für spitzenmäßige Bedingungen beim diesjährigen Skijöring am Hochschwarzeck. Die milden Temperaturen lockten zudem so viele Zuschauer an, wie noch nie zuvor. Wurden in der Vergangenheit schon einmal gut 3000 Zuschauer geschätzt, so dürften es dieses Mal noch mehr gewesen sein.


Die Vorbereitungen für das traditionelle Skijöring begannen bereits Tage zuvor, denn die enormen Schneemaßen erlaubten dem MSC Ramsau, ein grandioses Stadion zu bauen. Die Zuschauer hatten von jedem Standort einen Überblick auf die gesamte Strecke. Dies war eine Gegebenheit, die nur alle paar Jahre vorkommt. Die 70 Gespanne, teilweise von weit her angereist, boten trotz einiger glimpflich verlaufener Stürze Motorsport vom Feinsten. Rassige Überholmanöver und schwindelerregende Schräglagen ließen alle Besucher auf ihre Kosten kommen.

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Die ersten Starter waren am frühen Abend die Kinder. In der Klasse 50 ccm setzten sich Motorradfahrer Fabian Graßl und Skifahrer Franz Nikola knapp gegen das Gespann Sebastian Maltan/Franz Keilhofer durch. In der Klasse 85 ccm zeigten die Nachwuchskräfte auf der noch jungfräulichen Piste beachtliche Leistungen und deuteten an, von den Großen nicht mehr weit entfernt zu sein. Den Sieg holten sich mit großem Ehrgeiz und unerbittlichen Kampfeswillen Peter Fast und Dominik Schweiger, die Christoph Hillebrand und Maxi Punz in Schach hielten. In der Damenklasse mit fünf Gespannen setzten sich Tanja Schlosser/Christoph Stadler vor Anna-Lena Lenz/Steffi Springl durch.

Weit weniger Starter als in den letzten Jahren wies die Veteranenklasse mit zehn Duos auf. Hier setzten sich die Teisendorfer Felix Irlacher/Christian Eder durch, weil Markus Wanka/Anton Brandner mit einem geschlossenen Benzinhahn abgefangen wurden. Die Gespannklasse ging dieses Mal außer Konkurrenz ins Rennen, zeigte jedoch wiederum hohes fahrerisches Können.

In der Klasse MX2, 125 ccm-2-Takt und 250 ccm-4-Takt kämpften 21 Teams um Sieg und Ehre. Wie in der Damenklasse ging Platz eins an Schlosser/Stadler, die Ramsauer Michael Rasp/Sebastian Huber wurden Dritte. Schließlich starteten in der Königsklasse nicht weniger als 29 Teams. Bereits vor dem großen Höhepunkt stand fest, dass es nie zuvor am Hochschwarzeck so viele Stürze und technische Probleme gegeben hatte. Vom Start an führten Stefan Rieder/Andreas Hackl das Feld an. Doch Altmeister Markus Wanka mit Skifahrer Anton Brandner setzten in der zweiten Runde zu einem spektakulären Überholmanöver an und verteidigten ihre Spitzenposition vor Rieder/Hackl bis ins Ziel. Einsam im Mittelfeld und daher Dritte wurden Christian Brochenberger/Benedikt Pöpperl.

Für das leibliche Wohl der Sportler und der vielen Zuschauer sorgten die fleißigen Helfer des MSC Ramsau. Nachdem sich trotz vieler Stürze niemand ernsthaft verletzt hatte, folgte dem neuerlich imposanten Motorsportspektakel eine zünftige Siegerehrung im Vereinslokal »Baltram«. cw